Martin Vetterli wird neuer Präsident der ETH Lausanne

Bild: EPFL/Nik Hunger
Martin Vetterli wird neuer Präsident der ETH Lausanne (EPFL). Der Spezialist für Kommunikationssysteme wird Nachfolger von Patrick Aebischer, der das Präsidium der EPFL Ende 2016 abgeben wird. Sein Amt tritt Vetterli am 1. Januar 2017 an.
 
Der Bundesrat wählte Martin Vetterli heute und folgte dabei der einstimmigen Empfehlung des ETH-Rates und dem Antrag des Eidgenössischen Departements für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF). Martin Vetterli ist 58-jährig. Seit 1995 ist er ordentlicher Professor für Kommunikationssysteme an der EPFL.
 
Aus gegen 100 Kandidaturen ausgewählt
Von 2004 bis 2011 war Vetterli Vizepräsident der ETH Lausanne und von 2011 bis 2012 Dekan der Fakultät für Computer- und Kommunikationswissenschaften. Vetterli präsidiert ausserdem den Forschungsrat des Schweizerischen Nationalfonds (SNF). Dieses Amt wird er Ende 2016 abgeben, wie der Bundesrat mitteilte.
 
Aufgewachsen ist Martin Vetterli in Neuenburg, wo er bis zur Matura auch die Schulen besuchte. 1981 schloss er an der ETH Zürich das Studium als Elektroingenieur ab. 1986 promovierte er an der ETH Lausanne. Seine Forschungen in den Bereichen Elektrotechnik, Computerwissenschaften und angewandter Mathematik, für die er mehrere Jahre in den USA weilte, führte zu rund 50 Patenten und verschiedenen Auszeichnungen. 1996 wurde er mit dem renommierten Latsis-Preis ausgezeichnet. Er habe profunde Kenntnisse der Schweizer bildungs- und wissenschaftspolitischen Verhältnisse, so der Bundesrat weiter.
 
Der ETH-Rat hatte Vetterli aus gegen 100 Kandidaturen aus dem In- und Ausland ausgewählt. Vetterli sei ein weltweit angesehener Wissenschafter, und er sei im Forschungs- und Innovationssektor ausgezeichnet vernetzt, sagte Bildungsminister und Bundespräsident Johann Schneider-Ammann vor den Medien in Bern.
 
"Personelle und finanzielle Ressourcen"
Vetterli selbst hat sich zum Ziel gesetzt, die Fortschritte der ETH Lausanne der letzten Jahre weiterzuführen. "Das braucht Ressourcen, sowohl personelle als auch finanzielle", sagte er. Dafür wolle er sich einsetzen.
 
Der amtierende EPFL-Präsident Patrick Aebischer wird sein Amt Ende 2016 abgeben. Er ist seit dem 1. März 2000 im Amt. In dieser Zeit habe sich die ETH Lausanne zu einer weltweit führenden naturwissenschaftlich-technischen Hochschule entwickelt, schreibt der Bundesrat. (sda/kjo)