Zwischenbilanz: Tablets an Primarschulen gute Idee

Der Einsatz von Tablet-Computern an Luzerner Primarschulen wird von Schülern, Lehrern und Eltern mehrheitlich positiv bewertet. Ein Zwischenbericht zu dem vor zwei Jahren gestarteten Projekt erwähnt aber auch Schwierigkeiten für ältere Lehrer und ein geringeres Interesse bei älteren Schülern.

Der Kanton Luzern führte im Jahr 2013 an vier Primarschulen der 3. bis 6. Klasse in Dagmersellen, Doppleschwand, Luzern und Menznau das Arbeiten mit Tablet-Computern ein. Das Projekt "Lehren und Lernen - Medienbildung", das bis 2017 läuft, soll die Medienkompetenz von Schülern , Eltern und Lehrern verbessern.

Ein am Donnerstag publizierter Zwischenbericht der Dienststelle Volksschulbildung des Kantons Luzern zieht ein mehrheitlich positives Fazit. Die überwiegende Mehrheit der Lehrpersonen, der Eltern sowie der Schüler befürwortete den Einsatz von Tablets im Unterricht und sei zufrieden damit, heisst es im Zwischenbericht.

Das Tablet werde durchschnittlich dreimal pro Woche benützt, in den unteren Klassen aber weniger und kürzer als in den oberen Klassen. Zudem setzten jüngere Lehrer den Flachcomputer häufiger und kürzer ein als ältere Lehrpersonen. Eine grosse Mehrheit der Schüler nutze das abgegebene Tablet auch zuhause, durchschnittlich rund zwei Stunden pro Woche.

Daneben kommt der Zwischenbericht zum Schluss, dass die Akzeptanz von Tablets im Unterricht bei älteren Lernenden sinkt. Zu den Gründen macht der Zwischenbericht keine Angaben.

Zudem bekunden ältere Lehrpersonen eher Mühe mit dem Einsatz von Tablets im Unterricht. Diese gaben an, einen höheren Aufwand betreiben zu müssen, um das Gerät im Unterricht einsetzen zu können. Zudem gibt es laut Zwischenbericht keine gemeinsame Haltung aller Lehrpersonen zu Grundsätzen im Umgang mit dem Tablet im Unterricht.

Für die Auswertung des 2013 gestarteten Informatik-Projekts wurden im Mai 2015 48 Lehrpersonen, 486 Schülern und 142 Eltern online befragt. (hjm/sda)