Mobile-Payment wird weltweit einschlagen

Quelle: Ovum
Zahlungen mit einem Smartphone mittels NFC- oder Bluetooth- respektive Beacon-Technologie machen bis anhin noch eine Minderheit unter den Bezahlvorgängen aus. Auch in der Schweiz steckt Mobile-Payment mit den Apps Twint und Paymit noch in Kinderschuhen. Doch wird die Zahl der weltweiten Mobile-Payment-Nutzer in den nächsten Jahren nahezu explodieren, wie der Marktforscher Ovum schreibt.
 
Einer Schätzung des Marktforschers zufolge gab es 2014 weltweit knapp 45 Millionen Nutzer einer Mobile-Payment Lösung. Diese Zahl werde bis 2019 auf über eine Milliarde Nutzer anwachsen. Das stärkste Wachstum sagt Ovum für den Zeitraum von 2018 bis 2019 voraus.
 
Ovum glaubt zudem, dass sich bei den mobilen Zahllösungen die NFC-Technologie durchsetzen wird. Über 90 Prozent der Nutzer werden 2019 eine Lösung einsetzen, die mittels NFC-Technologie funktioniert, schreibt Ovum. Dies liege unter anderem daran, dass die grossen Player wie Google, Apple und Samsung auf eine NFC-basierende Lösung setzen. Apple sperrt die NFC-Technologie für Drittanbieter, setzt aber bei der eigenen Lösung, Apple-Pay, auf NFC.
 
Ein weiterer Vorteil ist, dass NFC-fähige Terminals bereits in vielen Geschäften vorhanden sind und somit für diese keine technische Nachrüstung nötig ist. Die beiden Schweizer Lösungen Twint und Paymit setzen aktuell nicht auf die NFC-Technologie. Jedoch hat Postfinance kürzlich angekündigt, eine App für Android zu lancieren, die das Bezahlen mittels NFC-Technologie erlaubt. (kjo)