Myriad: Verlust höher als Umsatz

Der Dübendorfer Handy-Software-Hersteller Myriad hat ein ganz schlechtes Jahr hinter sich. Der Umsatz brach um ein Drittel von 40,2 Millionen auf 27,3 Millionen Dollar ein. Unter dem Strich verlor Myrad letztes Jahr 68 Millionen Dollar. Der grösste Teil des Riesenverlusts ist auf Abschreibungen am Wert der 2012 übernommen britischen Firma Synchronica zurückzuführen. Myriad hatte Synchronica unfreundlich und teuer übernommen.
 
Myriad will künftig mit zwei Produkten Geld verdienen. Einerseits betreibt Myriad in Lateinamerika das soziale Netzwerk Versy. Andereseits bietet der Hersteller diverse Lösungen für den Datentransport auf 2G-Netzwerken für Mobilfunkanbieter in armen Ländern. Orange zum Beispiel, bietet Mobile-Payment-Funktionen an Kunden in Afrika mit Myriad-Technologie.
 
Trotz des schlechten Geschäftsverlaufs ist es Myriad 2015 gelungen, 34 Millionen Franken an frischem Kapital von Investoren anzuziehen.
 
Der Schweizer Software-Pionier David Nüscheler wird sich aus dem Verwaltungsrat von Myriad übrigens wieder zurückziehen. Die Arbeitslast bei Adobe sei zu hoch, heisst es in der Medienmitteilung zum Jahresabschluss 2015. (sda / hc)