Investor prophezeit Fintech-Sterben

"Fintech Will Mostly End in Tears" titelt das 'Wall Street Journal' heute plakativ. Die Zeitung hat sich mit dem Risikokapital-Veteranen J. Christopher Flowers unterhalten. Der ehemalige Banker bei Goldmann Sachs besitzt heute eine eigene Beteiligungsgesellschaft.
 
Einige wenige der Fintechs, die versuchen, den etablierten Banken Geschäfte abzujagen, würden extrem erfolgreich sein. Die Mehrheit würde aber an grundsätzlichen strategischen Fragen scheitern und untergehen, so Flowers zu der Zeitung. Der klassische Ansatz von (US) Software-Startups, rasch sehr gross zu werden, eine Branche zu dominieren und so Netzwerk-Effekte zu erzielen, funktionere in der Finanzindustrie nicht. Mehr noch: Wenn es um das klassische Bankgeschäft geht, sei der Ansatz sogar gefährlich. Schliesslich wisse man seit Urzeiten, dass der am schnellsten wachsende Kreditgeber derjenige mit den grössten Verlusten der Zukunft sei.
 
Gemäss Flowers konzentrierten sich hunderte von US-Fintechs auf das risikoreiche Geschäft mit ungesicherten Kleinkrediten. Viel eher hätten Fintechs eine Chance, die sich auf Infrastruktur, zum Beispiel Zahlungsverkehr, konzentrierten. (hc)