Apple holt sich Verschlüsselungs-Know-how

Bei Apple hat es eine Neueinstellung gegeben, über die wir normalerweise nicht berichten würden. Denn es handelt sich um einen Softwareentwickler, der voraussichtlich nur für einige Monate bei Apple angestellt sein wird. Wie 'TechCrunch' schreibt, wird Frederic Jacobs dort das CoreOS-Security-Team unterstützen. Interessant ist die Neueinstellung im Hinblick auf das Hickhack zwischen Apple und dem FBI und der Tatsache, dass Frederics Erfahrung mit Verschlüsselungssoftware hat.
 
Die amerikanischen Behörden fordern, Apple solle eine Software entwickeln, um das iPhone eines Attentäters zu entsperren. Apple hat sich bis anhin geweigert ein solches Werkzeug zur Verfügung zu stellen und spricht vor einem "gefährlichen Präzedenzfall". Andere Tech-Unternehmen wie Google, Twitter oder Facebook unterstützen den iPhone-Konzern. Wie die 'New York Times' gestern berichtete, will Apple es künftig noch schwieriger machen, iPhones zu hacken. Ausserdem soll das iPhone-Backup in der Cloud in Zukunft verschlüsselt werden.
 
Der Softwareentwickler Frederics war zwei Jahre lang für Whisper Systems, dem Unternehmen hinter der Verschlüsselungs-App Signal, tätig. Signal ist dem Bericht zufolge in der Cyber-Security-Gemeinde für seine Robustheit bekannt und beliebt. Auch Edward Snowden soll zu den Nutzern der App zählen, das neben Instant-Nachrichten auch IP-Telefongespräche End-to-End verschlüsselt. Ausserdem verschlüsselt die App die Nachrichtendatenbank auf dem Gerät selbst, dass diese erst nach einer Passworteingabe eingesehen werden kann. (kjo)