IBM hält Watson-Zahlen weiterhin geheim

Vergangene Woche hat IBM die Absicht bekannt gegeben, die Struktur des Finanzberichts anzupassen. Damit soll ein besserer Einblick gewährt werden, wie sich neue Initiativen entwickeln und wie die Unternehmenstransformation vorangeht, berichtet 'Bloomberg' mit Berufung auf ein Treffen der Investoren.
 
Big Blue versucht sich von einem traditionellen Hardware-, Software und Services-Anbieter in einen Cloud-Computing- und Data-Analytics-Spezialisten zu wandeln. Gerade aber mit Hinblick auf den Bereich Datenanalyse wird in den zukünftigen Finanzberichten weiterhin ein wichtiger Posten fehlen: IBM wird weiterhin keine genauen Informationen zum Umsatz mit Watson bekannt geben, wie das 'Wall Street Journal schreibt'. Demnach sagte CEO Virginia Rometty, es sei noch zu früh, diese "Geschäftsabteilung dem prüfenden Blick der Öffentlichkeit auszusetzen". Mit Watson habe man einen grossen Wettbewerbsvorteil und diesen wolle man ausnutzen.
 
In IBMs Watson-Abteilung arbeiten dem Bericht zufolge aktuell rund 5000 Angestellte, viele davon kamen durch Zukäufe zum Unternehmen. Bis anhin bringe Watson noch keinen signifikanten Anteil des Umsatzes. Ein Analyst schätzt, dass es vergangenes Jahr weniger als 200 Millionen Dollar waren. IBM-Chefin Rometty aber sieht ein lukratives Geschäft in der Datenanalyse. Sie schätzt das Business auf über zwei Billionen Dollar. (kjo)