Bund sucht einen Telefonlieferanten für die nächsten fünf Jahre

Das Bundesamt für Informatik und Telekommunikation (BIT) hat heute eine Ausschreibung für die Beschaffung neuer IP-Telefone und -Konferenzgeräte publiziert. Das Informatikamt plant aber keinen Ersatz der bestehenden Telefone auf einen Schlag im "Big Bang"-Stil. Sowohl das Los für die IP-Telefone als auch das zweite Los für die Konferenzgeräte, die sogenannten "Spinnnen", ist in einen kleinen Grundauftrag und einen deutlich grösseren optionalen Auftrag aufgeteilt. Der Beschaffungszeitraum für beide läuft vom zweiten Quartal dieses Jahres bis Ende 2020.
 
Entsprechend müssen die Anbieter unter anderem bereit sein, auf Wunsch des Auftraggebers jeweils das aktuellste Modell des zugeschlagenen Gerätes zu liefern, sofern dieses die Kriterien im mindestens gleichen Umfang erfüllt wie die ursprünglich angebotenen Geräte.
Anders als in ähnlich langwierigen Beschaffungsausschreibungen der letzten Zeit erhält in diesem Fall nur je ein Anbieter pro Gerätetyp den Zuschlag.
 
Das Los für IP-Telefone beinhaltet einen Grundauftrag von 1200 Geräten und eine Option auf den Kauf von weiteren 15'500 Stück. Bei den IP-Konferenztelefonen sind es 150 Stück im Grundauftrag und weitere 2000 Stück als Option. Technische Voraussetzung ist, dass die angebotenen Geräte für eine Lync- beziehungsweise Skype-for-Business-Umgebung zertifiziert sind. Bei der letzten ähnlichen Beschaffung im Jahr 2011 wurde noch eine Avaya-Zertifizierung verlangt, so dass eigentlich nur Anbieter von Avaya-Geräten eine Chance hatten. Den damaligen Auftrag über die Lieferung von 18'000 Telefonen sicherte sich Swisscom. (hjm)