Swisscom möbelt Infinity-Abos kräftig auf

Mehr Tempo, höhere Roaming-Datenmengen, "unbegrenzter" Cloud-Speicher. Neu Preise mit und ohne Gerät.
 
Ein Jahr nach der Lancierung der ersten "Infinity plus"-Abos lanciert der grösste Schweizer Telco neue Aboversionen mit mehr Leistung und grösszügigeren Konditionen für Auslandaufenthalte. Die in den verschiedenen "Infinity 2.0"-Aboversionen nutzbaren maximalen Surfgeschwinidigkeiten wurden deutlich vergrössert (siehe die von Telekomzentrum erstellten Vergleichsgrafiken). Zudem wurde auch die inbegriffene Roaming-Datemenge und die Zahl der Tage, an denen man im EU-Raum und anderen europäischen Ländern unbegrenzt telefonieren kann, erhöht.
 
Neu gibt es auch zwei unterschiedliche Abopreise, je nachdem ob man es mit oder ohne subventioniertem Gerät abschliesst. Die neuen Preise liegen je nach Abovariante teilweise unter und teilweise über den alten Einheitspreisen.
 
Die meisten Änderungen dürften vor allem für User interessant sein, die ihr Smartphone intensiv und oft auch im europäischen Ausland nützen. Dies sehen auch die Marktbeobachter vom Telekomzentrum so: "Die Leistung wurde nochmals massiv erhöht und endlich wurden auch bei den kleineren Abos die Speedgeschwindigkeiten auf ein tragbares Niveau angehoben. Für Kunden, die das Handy überdurchschnittlich nutzen und auch oft im EU-Ausland sind und dort ebenfalls das Handy fleissig nutzen möchten, sind die Abos durchaus attraktiv. Für Durchschnittsnutzer, die nicht oft im EU-Ausland sind, gibt es nach wie vor günstigere Alternativen."
 
Die Grenzen des grenzenlosen Cloud-Speichers
Alle Infinity-2.0-Abonnenten erhalten auch ein kostenloses Konto mit "unbegrenztem" Speicherplatz für
den Online-Speicherservice "MyCloud", den Swisscom ab dem 5. April anbieten wird. Wie meist bei solchen Angeboten sollten Nutzer das Wort unbegrenzt aber nicht allzu wörtlich nehmen, denn es gilt nur für "den normalen persönlichen Eigengebrauch". In den Nutzungsbedingungen zu MyCloud wird dies im Abschnitt Fair Use Policy etwas näher umschrieben. Als erhebliche Abweichung vom üblichen Gebrauch wertet Swisscom die Speicherung von grossen Mengen an hochauflösenden Videos, nicht-komprimierten Fotos oder Backups. Insgesamt sollte ein User nicht mehr Speicherplatz beanspruchen, als 95 Prozent der restlichen User. Wenn jemand die Schmerzgrenze überschreitet, kann Swisscom den Service einschränken.
 
Auch nicht-Infinity-Abonnenten werden übrigens MyCloud nutzen dürfen, für sie ist der maximale kostenlose Speicherplatz aber auf 15GB beschränkt. (hjm)