Li-Ionen-Batterien können jetzt in USVs eingesetzt werden

Schneider Electric will mit leichteren Li-Ionen-Batterien (Lithium Ionen) für die unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) einen Alternative zu den viel schwereren und derzeit den Markt dominierenden sogenannten versiegelten Blei-Säure-Batterien oder VRLA-Batterien (Valve Regulated Lead Acid) auf den Markt bringen. Als Vorteil nennt der Hersteller unter anderem Platzersparnisse, weil die Li-Ionen-Technologie mehr Energie auf mindestens drei Mal kleinerem Raum liefere und dabei auch weniger Wärme produziere. Zudem sollen die Wartungskosten geringer sein.
 
Anderseits sind VRLAs bekannt für ihre geringen Anschaffungskosten und hohe Zuverlässigkeit. Laut Schneider Electric ändere sich die Kostenbetrachtung aber, wenn man die Gesamtbetriebsdauer ins Auge fasse. Hier soll die Li-Ionen-Alternative Einsparungen von 10 Prozent bis 40 Prozent bringen. Bleibt laut Hersteller noch ein weiterer Nachteil der Li-Ionen-Batterien, unterliegen sie doch nationale und internationale Vorschriften, die die Verwendung und den Transport dieses Batterietyps regeln. Zudem müssten sie wegen der hohen Menge an Energie, die dieser Batterientyp liefern könne, für hohe Leistungen ausgelegt sein. Ausserdem können fehlerhaft funktionierende Lithium-Batterien etwa bei einem Kurzschluss grosse Menge an Wärme produzieren und ihr Inhalt fängt Feuer, wenn es zu Beschädigungen oder falschen Auslegungen kommt.
 
Allerdings gibt Schneider Electric auch hier Entwarnung. Gegen all diese Nachteile habe man Abhilfe geschaffen, so dass dem Einsatz als USV in Rechenzentren nichts mehr im Wege stehe. In der zweiten Hälfte 2016 sollen erste Li-Ionen-Batterien mit dem nötigen Support auf den Markt kommen. (vri)