GEVER gibt's jetzt aus der Cloud

Alleine schon der Begriff GEVER lässt wohl manchen Beamten und manche Beamtin schaudern. Gemeint ist damit elektronische Geschäftsverwaltung. Geschäftsprozesse, zum Beispiel das Schreiben und Veröffentlichen eines Sitzungsprotokolls, werden mit einem GEVER-System digital und nach genau definierten Prozessen abgewickelt. GEVER-Systeme haben nicht unbedingt einen guten Ruf, denn sie sind teuer und gelten als bürokratisch und unflexibel.
 
Umso mehr schaut man auf den Kanton Zug, der zusammen mit dem Berner Dienstleister 4Teamwork ein auf Open-Source-Software (Plone) aufbauendes GEVER entwickelt hat und dieses als OneGovBox kostenlos und ebenfalls im Open-Source-Modell anbietet.
 
4Teamwork geht nun einen Schritt weiter und bietet die Lösung als Online-Geschäftsverwaltung an. Gemeinden, Kirchgemeinden oder andere Behörden können die elektronische Geschäftsverwaltung ohne eigene Software einsetzen und von überall her, wo es Internet gibt, auf Dokumente und Prozesse zugreifen. Auf Client-Seite braucht es einzig einen Webbrowser und einen Office-Connector, schreibt 4Teamwork in einer Mitteilung.
 
Das Cloud-GEVER kann damit mit beliebigen Geräten, seien es diverse Windows-Versionen, Macs, Tablets oder Smartphones, benützt werden. Zudem sind neu Funktionen für Sitzungs- und Protokollverwaltung integriert, schreibt die Berner Software-Firma.
 
Preis nach Anzahl User, Schnittstellen zu Fachanwendungen
OneGov GEVER wird nicht nur im Kanton Zug, sondern auch in Appenzell Innerhoden und St. Gallen und diversen Gemeinden eingesetzt. Man könne das System mit relativ geringen Initialkosten konfigurieren. Die Preise werden nach Anzahl User berechnet. Die Software kostet, da Open-Source, nichts.
 
Zudem lasse sich die Software leicht an Fachapplikationen anbinden, schreibt 4Teamwork. (hc)