Fintech, bis Du Bankenfreund oder Bankenfeind?

Das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Active Sourcing hat eine Analyse der hiesigen Fintech-Unternehmen durchgeführt. Laut einem kurzen Auszug aus dem "Handout Swiss Fintech 2016" sind immerhin annähernd 10 Prozent der weltweit etwa 2000 Unternehmen, die man als Fintechs bezeichnen kann, in der Schweiz angesiedelt. Von diesen Schweizer Fintechs sind laut Active Sourcing 17 Prozent "bankensubstituierend" - also direkte Konkurrenten der traditionellen Finanzinstitute. Knapp zwei Drittel sieht Active Sourcing als "bankenunterstützend" und knapp ein Fünftel werden zu beiden Kategorien gleichzeitig gezählt.
 
Das am häufigsten von den hiesigen Fintechs adressierte Marktsegment ist laut Active Sourcing "Investment, Asset and Wealth Management" mit 40 Nennungen, gefolgt von "Payment / Settlement Services" mit 35 Nennungen. 29 Fintech-Unternehmen bieten Crowdfunding oder Crowdlending an, während sich nur gerade zwei Fintechs mit klassischer Finanzierung oder Kerditvergabe befassen. Ein Bereich der den Finanzsektor besonders beschäftigt, ist Blockchain. Auf dem Schweizer Markt befassen sich heute 19 Fintechs mit der Idee des dezentralen Transaktionssystems.
 
Wenig überraschend findet man die grösste Fintech-Ballung im Kanton Zürich. Mit 78 haben sich ziemlich genau die Hälfte der von Active Sourcing geografisch lokalisierten Fintechs hier angesiedelt. Zusammen mit den 19 in Zug und weiteren acht im Kanton Schwyz sind es sogar gegen zwei Drittel im Grossraum Zürich. Eine weitere Häufung von Fintechs findet man in den Kantonen Genf (15) und Waadt (14).

Das nicht ganz billige komplette "Handout Swiss Fintech 2016" - Kostenpunkt 2100 Franken - kann man --mailto:[email protected] E-Mail-- als PDF bestellen. Auf 80 Seiten enthält es laut Active Sourcing weitere Statistiken und Analysen zur Schweizer Fintech-Szene sowie rund 50 Profile von Fintech-Unternehmen . (hjm)