Keiner gibt mehr aus: Schweiz an Spitze der Digitalisierung(skosten)

Pünktlich zum heutigen Auftakt der Cebit hat der deutsche Digitalverband Bitkom Auszüge aus einer Studie vom European Information Technology Observatory EITO veröffentlicht. Sie untersucht die Pro-Kopf-Ausgaben für IT-Produkte und Telekommunikation innerhalb eines Landes. Nicht mit eingerechnet werden dabei Consumer Electronics.
 
Demnach wurde letztes Jahr in der Schweiz mit deutlichem Abstand am meisten Geld in die Digitalisierung gesteckt. Von 21 miteinander verglichenen Ländern investierte die Schweiz mit 2992 Euro pro Kopf am meisten, während Indien mit 42 Euro pro Einwohner in Relation zur Einwohnerzahl am sparsamsten war. Hinter der Schweiz auf dem zweiten Platz folgt Norwegen mit 2474 Euro und dahinter in engem Abstand die USA, Dänemark und Schweden. Dabei dürfte die Frankenstärke den scheinbaren Vorsprung der Schweiz höher erscheinen lassen, als er tatsächlich ist. Cebit-Gastgeber Deutschland kommt auf Pro-Kopf-Ausgaben von 1551 Euro.
 
Mit zehn Prozent kann Indien als einziges untersuchtes Land eine zweistellige Wachstumsrate bei den Ausgaben aufweisen, während Russland das einzige Land ist, das einen starken Rückgang hinnehmen muss: Um acht Prozent schrumpften die Ausgaben in dem Land, das unter einer Rezession leidet. Sie betragen nun noch 281 Euro pro Kopf. (mik)