Aargauer Gemeinde-ICT-Spezialisten gründen eigenen Verband

In Aarau geht am morgigen 16. März offiziell der Verband der ICT-Verantwortlichen Aargauer Gemeinden (VIA) an den Start. Es wird dann zehn Fachverbände innerhalb der öffentlichen Verwaltung im Kanton Aargau geben, die zum Teil schon seit über 100 Jahren bestehen und unter anderem über eine eigene Webseite den Informationsaustausch unter den Berufskollegen pflegen. Genau dieses Ziel verfolgt auch der VIA, der in den Aargauer Gemeinden und Städten den "gegenseitigen Austausch und eine vermehrte Zusammenarbeit zwischen kommunalen IT-Fachleuten" nutzen will, um die Effektivität und Effizienz im ICT-Bereich in der Verwaltung zu fördern, wie es in einer Mitteilung heisst.
 
Begründet wird die Notwendigkeit einer Bündelung der ICT-Interessen in der Aargauer Verwaltung mit den stark zunehmenden Ausbaustandards und der wachsenden Komplexität ICT-Infrastrukturen. Viele Arbeiten in der Verwaltung könnten ohne den Einsatz von ICT nicht mehr ausgeführt und sichergestellt werden. Zudem treibe die Digitalisierung Innovationen, wodurch der ICT als kritische Erfolgsfaktor "auf dem weiteren Weg der digitalen Transformation von Verwaltungsdienstleistungen oder -Prozesse eine zentrale Rolle" zukomme. Entsprechend wichtig sei das Zusammenwirken aller involvierten Anspruchsgruppen, wenn es darum gehe, neue Technologien zielführend und nutzbringend einzusetzen, wie es in der Mitteilung weiter heisst.
 
Der VIA sieht sich aber nicht nur als Bindeglied zwischen Technolgie, den Fachpersonen von Gemeinden und Verbänden sowie dem Umfeld der öffentlichen Verwaltung aus Wirtschaft, Bevölkerung und Politik. Als weitere Zwecke nennt er in seinen vorläufigen Statuten auch das Abklären von Zusammenarbeitspotentialen und Initiieren von gemeinsamen Vorhaben, die Kooperation mit anderen Verbänden sowie die Mitwirkung und Interessenvertretung in kantonalen Gremien und im Rahmen von Vernehmlassungsverfahren. Ausserdem soll der VIA den Erfahrungs- und Meinungsaustausch unter den Mitgliedern fördern, sich um Fragen der Aus- und Weiterbildung kümmern und sich für die Berufsinteressen der ICT-Spezialisten aus der Aargauer Verwaltung einsetzen.
 
Zur Führung des Verbandes sollen an der Gründungsveranstaltung Adrian Gloor, Informatikleiter der Stadt Aarau, Daniel Stoeri als Informatikchef der Stadt Baden, und Andreas Ruch, Informatikleiter der Gemeinde Wettingen, in den Vorstand gewählt werden, wobei Stoeri als Präsident zur Wahl steht. Wie Stoeri gegenüber inside-it.ch festhält, finanziert der VIA seine Aktivitäten über Mitgliedsbeiträge.(vri)