Oracle leidet weiter unter starkem Dollar

Das am 29. Februar abgeschlossene dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres hat beim Software-Hersteller Oracle keinen Wende gebracht. Einmal mehr sorgte der starke Dollar für Gegenwind und hat in allen Sparten des SAP-Rivalen Spuren hinterlassen. Der Umsatz fiel im dritten Geschäftsquartal um 3,4 Prozent auf neun Milliarden Dollar und der Nettogewinn ging um 14 Prozent auf 2,14 Milliarden Dollar zurück. Bei konstanten Wechselkursen, so Oracle, hätten man ein Plus von einem Prozent ausweisen können.

Insgesamt seien mit Cloud- und On-Premise-Software 7,1 Milliarden Dollar (minus ein Prozent), mit Hardware 1,1 Milliarden Dollar (minus 13 Prozent) und mit Services 793 Millionen Dollar (minus sieben Prozent) umgesetzt worden. Wobei die Gewinne aus dem SaaS (Software as a Service) und PaaS (Plattform as a Service) mit 583 Millionen Dollar um 57 Prozent zugelegt hätten und im IaaS-Business (Infrastruktur as a Service) 152 Millionen Dollar erwirtschaftet wurden, was einem Plus von zwei Prozent entsprochen habe. Obwohl also die gesamten Cloud-Umsätze von 735 Millionen Dollar um 40 Prozent zugelegt haben, wurden die schlechten Zahlen abermals vom rückläufigen Lizenzgeschäft dominiert.
 
Oracle-Finanzchefin Safra Catz strich in einer Mitteilung denn auch die Erfolge im Cloud-Geschäft besonders heraus, die sich einer "hyper-Wachstumsphase" befänden. Beispielsweise seien die SaaS- und PaaS-Umsätze im Vergleich mit dem Konkurrenten Salesforce dreimal schneller gewachsen, so Catz weiter. Inzwischen zähle Oracle 11'000 SaaS-Kunden von denen fast 2'000 mit dem Cloud-basierten ERP Fusion arbeiten würden. Wie wichtig Oracle inzwischen das Cloud-Business auch in Europa ist, wurde erst kürzlich durch die Suche nach 1400 Cloud-Verkäufer betont.
 
Trotz der Umsatzstagnation bei Oracle reagierten Investoren erfreut. Dies weil einerseits der Gewinn pro Aktie höher ausfiel als erwartet und Oracle andererseits ankündigte, zusätzlich 10 Milliarden Dollar für Aktienrückkäufe einzusetzen. (vri)