Stadt Bern hat nun neue Rechner ausgeschrieben

Im Frühling 2017 will die Stadt Bern seine dann rund sechs Jahre alten Rechner ersetzen. Jetzt sind die ersten Ausschreibungen des CLIMB (Client Mirgration Bern) genannten Projektes auf Simap erfolgt. Bis zum 26. April haben Angebote für die unterschiedliche Client Software vorzuliegen, die zahlreiche Applikationen umfassen, die nicht Microsoft- und Citrix-basiert sind. Weiter sind bis dahin für die Erweiterung der bereits bestehenden Backend-Infrastruktur zehn Server zu offerieren und 700 Desktops, 250 Notebooks, 250 Dockingstations und 1'000 Thin-Clients anzubieten. Ersetzt werden somit am Ende des Projektes alle derzeit über 1'700 Desktops und mehr als 240 Notebooks plus die aktuell vorgehaltenen 80 Ersatzgeräte.

Bereits im letzten Sommer hat der Stadtrat für die Erneuerung der Bürokommunikationsplattform und der Standard-Büroarbeitsplätze Kosten von rund 6,4 Millionen Franken für CLIMB beantragt. Allerdings sind in diesem Betrag nicht die Kosten von rund 2,4 Millionen Franken für die Wartung der Microsoft-Programme enthalten, was zu Diskussionen führte. Denn diese Splittung der Projektkosten hatte die Kommission für Finanzen, Sicherheit und Umwelt (FSU) noch Ende Oktober letzten Jahres durch einen Antrag an den Stadtrat rückgängig machen wollen. Laut Stadtrat Matthias Stürmer sei die Kostenaufteilung bewusst gewählt worden, hätte das Projekt ansonsten doch vom Stimmvolk abgesegnet werden müssen, wie Stürmer gegenüber inside-it.ch erklärt, der auch Vorstandsmitglied der Swiss Open Systems User Group (ch-open) ist.
 
Immerhin hatte die damalige Diskussion im Stadtparlament zur Folge, dass Bern einmal mehr betonte, die Abhängigkeit von proprietärer Software etwa von Microsoft oder Citrix zu reduzieren. Konkret wurde also gleichsam im Rahmen von CLIMB eine Potenzialanalyse Open Source Software (OSS) ausgeschrieben. Sie soll bis 2018 eine Entscheidungsgrundlage für die weitere Nutzung von proprietärer Software liefern. Denn 2019 steht in der Stadt Bern die Erneuerung der Microsoft-Lizenzen an. (vri)