Auch Nationalrat winkt GEVER-Kredit durch

Das Parlament hat grünes Licht gegeben für einen Verpflichtungskredit von 67 Millionen Franken für ein IT-Projekt. Mit dem Geld soll ein neues Produkt für die elektronische Geschäftsverwaltung (GEVER) realisiert und in der zentralen Bundesverwaltung flächendeckend eingeführt werden.

Der Nationalrat hiess den Kredit am Donnerstag als Zweitrat mit 168 zu 5 Stimmen bei 4 Enthaltungen gut. Die Gesamtkosten für das Projekt belaufen sich auf maximal 142 Millionen Franken, wie der Bundesrat in der Botschaft schrieb. Davon werden maximal 75 Millionen Franken durch Eigenleistungen der Bundesverwaltung gedeckt.

Bisher existieren in der Bundesverwaltung vier verschiedene Produkte, die nicht miteinander kompatibel sind, wie Kommissionssprecher Albert Vitali (FDP/LU) sagte. Die vorgesehene Standardisierung bringe Optimierungen und Einsparungen. Die Kosten pro Benutzer sinken gemäss Botschaft von 1270 auf 750 Franken pro
Jahr.

Unter der Abkürzung GEVER arbeitet die Bundesverwaltung seit 1999 an einer Informatiklösung, um all ihre Geschäfte elektronisch abwickeln zu können. Wegen auslaufender Verträge musste die Informatiklösung im November 2013 komplett neu ausgeschrieben werden.

Die Bundeskanzlei führte daraufhin eine WTO-Ausschreibung durch und erteilte anschliessend den beiden Anbietern Atos mit dem Produkt ActaNova und ELCA Informatique mit dem Produkt iGEKO den Zuschlag. Dagegen ist noch eine Beschwerde hängig.

Alle Departemente und die Bundeskanzlei wählten in der Folge dasselbe Produkt, das Produkt Acta Nova. Die Einführung des neuen GEVER-Produkts soll gemäss Projektplanung bis 2018 abgeschlossen sein. (sda/hjm)