UPC will 200'000 Haushalte und testet 5Gbps-Netz

Die Kabelnetzbetreiberin UPC expandiert: Das Unternehmen will in den nächsten Jahren 300'000 zusätzliche Haushalte anschliessen, davon 200'000 in der Schweiz und 100'000 Haushalte in Österreich.

Dafür werde UPC in den nächsten Jahren über 250 Millionen Franken investieren, sagte Matthias Krieb von der UPC-Geschäftsleitung am Freitag bei der Vorstellung der Zukunftspläne des Unternehmens vor hunderten von geladenen Gästen und Mitarbeitern in Zürich-Oerlikon. UPC werde über das bisherige eigene Anschlussnetz hinaus expandieren.

Es würden neue Wohnquartiere oder gar ganze Gemeinden erschlossen, sagte Krieb weiter: "Wir werden in Wettbewerb zu anderen Kabelnetzbetreibern in der Schweiz treten. Jetzt geben wir Vollgas." UPC werde grössere Ausbauprojekte anstossen und auch ausserhalb des eigenen Anschlussgebietes Kabel verlegen. Als Beispiele nannte Krieb Quartiere in Dübendorf ZH oder Lausanne. Dafür werde man mit den Immobiliengesellschaften und Gemeinden eng zusammenarbeiten.

Zudem werde künftig die Geschwindigkeit im Kabelnetz erhöht, sagte der Netzverantwortliche Alexander Lorenz. Derzeit liegt die Spitzengeschwindigkeit bei 500 Megabit pro Sekunde (Mbit/s).

Mit dem neuen technischen Standard Gigasphere würden bis zu 5 Gbps geliefert. Technisch seien sogar 10 Gbit/s möglich. Zum Vergleich: Bei der Swisscom liegt die Spitzengeschwindigkeit derzeit bei 1 Gbit/s.

Momentan würden schon Herstellertests im Kabelnetz in der Schweiz und in Österreich stattfinden, sagte Lorenz. Die bisherigen Modems werden allerdings für die neuen Bandbreiten nicht mehr bringen. Da bräuchten die Kunden neue Geräte. "Bis wir soweit sind, wird es aber noch etwas dauern. Wir werden 2016 den ersten Test mit den neuen Gigasphere-Geschwindigkeiten in Luzern und in Wien durchführen." (sda/mik)