Schweizer Unternehmen werden ab 2017 wieder mehr für ICT ausgeben

Cloud Computing wird als Markttreiber vom Internet der Dinge und der Digitalisierung abgelöst, so eine Marktprognose von MSM Research.
 
Im laufenden Jahr wird der Schweizer ICT-Markt im B2B-Bereich ein Volumen von 17,06 Milliarden Franken generieren, so die Prognose von MSM Research, die in der aktuellen Ausgabe der 'Netzwoche' publiziert wurde. Mit 9,6 Milliarden Franken entfallen mehr als die Hälfte der Ausgaben auf den Bereich Services. Der Prognose zufolge werden im laufenden Jahr Schweizer Unternehmen zudem 2,7 Milliarden Franken in Hardware und 2,6 Milliarden Franken in Software investieren. Weitere rund 2,1 Milliarden Franken werden demnach in die Kommunikation investiert.
 
Der starke Franken habe sich 2015 negativ auf die ICT-Ausgaben in der Schweiz ausgewirkt. Unternehmen haben ihre Budgets gekürzt oder Projekte verschoben, um die negativen Auswirkungen abzufangen. Obwohl sich die Situation im laufenden Jahr etwas entspannen wird, bleibe die Frankenstärke ein limitierender Faktor mit Blick auf die ICT-Ausgaben, so MSM Research weiter. Ebenfalls negativ hätten sich Standortverlagerungen und der Stellenabbau ausgewirkt.
 
Im vergangenen Jahr hätten insbesondere die Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie gelitten. Der Auftragseingang ist demnach 2015 um 14 Prozent und der Umsatz um sieben Prozent kleiner ausgefallen als im Vorjahr. Auch die Margen sind gemäss MSM zurückgegangen und hätten Unternehmen in die Verlustzone gedrückt, was sich wiederum in Form von Sparmassnahmen negativ auf die ICT-Ausgaben auswirkte. Industrieunternehmen hätten demnach ihre Budgets vergangenes Jahr um 5,3 Prozent gekürzt. Und auch im laufenden Jahr rechnet MSM Research mit einem Rückgang um weitere 3,5 Prozent.
 
Erholung ab 2017
Ab 2017 werden Schweizer Unternehmen wieder mehr Geld in ihre ICT investieren, so MSM. Diese Zunahme hänge insbesondere auch mit der Digitalisierung und dem Internet der Dinge zusammen. Die Ausgaben im Zusammenhang mit der Digitalisierung werden sich zu einem wichtigen Faktor bei der Wachstumsgenerierung entwickeln, schreibt MSM Research weiter. Ab 2017 werden diese Ausgaben demnach um 35 Prozent zunehmen.
 
Als weiteren Wachstumsfaktor im Schweizer ICT-Markt nennt der Bericht Cloud Computing. Aktuell generierten Produkte und Dienstleistungen rund um die Cloud ein überdurchschnittliches Wachstum von etwa 30 Prozent. Doch die Ausgaben rund um Cloud Computing werden im laufenden Jahr vorerst ihren Höhepunkt erreichen und ab 2017 leicht zurückgehen, prognostiziert MSM weiter. (kjo)