Kein Tick-Tack mehr bei Intel

Der Chiphersteller möchte wieder jedes Jahr eine neue CPU-Generation lancieren können und wechselt zum Dreivierteltakt.
 
Seit einem Jahrzehnt operiert Intel bei der Lancierung neuer CPU-Generationen nach dem "Tick-Tack-Modell". Damit ist das Abwechseln zwischen Strukturverkleinerung eines Chips, Tick, und neuer Microarchitektur, Tack, gemeint. Vergangenen Sommer hat der Hersteller bekannt gegeben, dass sich der nächste Tick - die Verkleinerung auf die 10nm-Architektur - verzögert. Anstatt den Skylake-Nachfolger Canonlake auf 10nm-Prozessoren in diesem Jahr einzuführen, verschob sich die Lancierung auf die zweite Jahreshälfte 2017. Dafür wurde mit Kaby Lake ein alternativer Skylake-Nachfolger auf 14nm-Technologie angekündigt, der im zweiten Halbjahr 2016 zu erwarten ist.
 
Wie 'Ars Technica' berichtet, hat sich der Konzern nun ganz vom Tick-Tack-Rythmus verabschiedet. Stattdessen will der Chiphersteller auf ein dreistufiges Modell umsteigen. Dies gehe aus einer Eingabe bei der US-Börsenaufsicht hervor. Als dritten Schritt führt Intel neu eine Optimierungs-Phase ein. Neue Chips sollen also in den drei Phasen Strukturverkleinerung, neue Microarchitektur und Optimierung eingeführt werden. Kaby Lake - die dritte Generation von 14nm-Prozessoren - entspricht bereits diesem Dreiphasen-Rhytmus.
 
Wie Intel weiter mitteilt, plane man auch für die 10nm-Architektur drei Generationen an Chips, wobei die ersten zwei Phasen mehr oder weniger dem alt bekannten Tick-Tack-Modell entsprechen. Mit der dritten Phase, respektive der dritten Chip-Generation, soll schliesslich die Architektur leicht überarbeitet werden. Mit diesem neuen Plan, so Intel, wolle man wieder jährlich neue Produkte auf den Markt bringen können. (kjo)