Paymit und Twint verhandeln Fusion

Keine Zeit mehr für Chriegerlis: Apple Pay kommt.
 
Vor ein paar Wochen hat Apple offenbar seinen Bezahldienst Apple Pay in der Schweiz als Marke registriert, wie '20 Minuten Online' weiss. Für Twint und Paymit Grund genug, die gekreuzten Klingen zu senken und sich an einen Tisch zu setzen. Die beiden Unternehmen führten Sondierungsgespräche über eine mögliche gemeinsame Lösung für digitale Zahlungsverkehrsleistungen, schreiben sie in einer Pressemitteilung.
 
Am Verhandlungstisch sitzen Credit Suisse, PostFinance, Raiffeisen, UBS, ZKB, SIX, Coop, Migros und Swisscom. Erste Ergebnisse werden für Anfang Mai erwartet. Gestoppt wird bis dahin keine der beiden konkurrierenden Apps, beide würden unabhängig voneinander weiterentwickelt.
 
Und wer überlebt?
Spannend die Frage, welche der beiden Marken die Fusion überleben wird. Entscheiden dürfte die Bekanntheit. Für Twint sprechen dürfte das bereits seit längerem lancierte Bezahlen an der Kasse und die damit einhergehende Werbeoffensive, die der Bezahldienst seit einigen Monaten fährt. Ebenso spekuliert werden darf aber über die Frage, welche Software unter dem künftigen Label weiterwerkelt. Es dürfte keine grosse Sache sein, etwa die Twint-Beacons für die Paymit-Software zu öffnen, sollte dessen Technologie zukunftsweisender sein. Schwieriger dafür die Implementierung etwa von Schnittstellen, wie sie Paymit mit Bexio bietet. Auch möglich: Beide Marken überleben, aber eine gibt das Bezahlen am Point of Sale auf. (mik)