Sulzer verlagert IT-Stellen nach Polen und Indien

Winterthur mit Sulzer-Hochhaus. Foto: David Lienhard. Lizenz: Creative Commons. Foto Startseite: Matthias Schüssler. Lizenz: Creative Commons
Ein halbes Dutzend? Ein Dutzend? Mehrere Dutzend?
 
Der Winterthurer Industriekonzern Sulzer steht im Gegenwind. Die wichtigsten Kunden leiden unter den tiefen Preisen für Erdöl und -Gas. Bis 2018 will der Konzern 200 Millionen Kosten jährlich einsparen. Ausserdem schliesst Sulzer Fabriken - so auch in Winterthur.
 
Die Kosten für die Informatik seien etwa doppelt so hoch wie bei anderen Schweizer Konzern, sagt Sulzer-Konzernchef Grégoire Poux-Guillaume in einem Interview mit der 'Handelszeitung', das Morgen Donnerstag publiziert wird. Deshalb will der Konzern Teile der Informatik in Tieflohnländer auslagern. Die Rede ist von Indien und Polen. Wieviele Stellen in der IT von Sulzer betroffen sind, ist unklar. Im 'Tagesanzeiger' ist von einem "halben Dutzend" Stellen die Rede, gemäss 'Handelszeitung' wurde "einem Dutzend" IT-Mitarbeitenden gekündigt. Insider sprachen gegenüber dem 'Tagi' aber auch von "mehreren Dutzend". Man ist auf Spekulationen angewiesen, denn der Konzern gibt keine Details bekannt, wie Sulzer-Sprecher Matthias Hochuli auf Anfrage schreibt. Sulzer-CIO Ursula Soritsch-Renier verwies ihrerseits auf die Pressestelle.
 
Am Sonntag wurde bekannt, dass sich die Sulzer-Aktionäre, allen voran Viktor Vekselberg, eine Sonderdividende von total rund 500 Millionen Franken auszahlen lassen, also viel Geld aus dem Winterthurer Technologiekonzern abziehen. Dies dürfte das Verständnis für die Verlagerung von Teilen der Sulzer-Informatik in Tieflohnländer nicht erhöhen. (hc)