Einmal DDoS-Opfer, immer DDoS-Opfer?

DDoS-Angriffe sind heute für Grossunternehmen schon fast Alltag. Dies ist das Resultat einer Umfrage des Marktforschungsunternehmens Neustar. Weltweit wurden rund 1000 IT-Verantwortliche von Unternehmen, knapp vier Fünftel davon mit über 100 Millionen Dollar Jahresumsatz, befragt. 2015 erlebten 73 Prozent mindestens einen DDoS-Angriff. Von den Betroffenen wiederum verzeichneten 82 Prozent mehr als einen Angriff, 45 Prozent sechs oder mehr Angriffe in einem Jahr. Knapp zehn Prozent berichteten, dass sie sogar einmal die Woche angegriffen werden, beziehungsweise "so oft, dass wir gar nicht mehr zählen."
 
Rund die Hälfte der Befragten erklärte, dass sie bei einem DDoS-verursachten Ausfall ihrer Websites zu Spitzenzeiten 100'000 Dollar oder mehr pro Stunde an Umsatz einbüssen würden, ein Drittel sogar mehr als 250'000 Dollar.
 
Kein Wunder also, dass drei Viertel der Befragten ihre Investitionen in DDoS-Gegenmassnahmen letztes Jahr verglichen mit 2014 erhöht haben. Zudem suchen viele den Erfahrungsaustausch mit anderen Betroffenen via Security-Organisationen.
 
Als inside-it.ch Mitte März zum ersten Mal einen DDoS-Angriff über sich ergehen lassen musste, dauerte es etwas mehr als eine Stunde, bis wir den Ausfall der Site durch den Hinweis eines befreundeten Twitterers bemerkten. Bis wir als Grund eine DDoS-Attacke verfizieren konnten, war der Angriff schon wieder vorbei. Aber auch bei Grossunternehmen dauert es anscheinend erstaunlich lange, bis DDoS-Attacken, die im Gang sind, entdeckt werden. 33 Prozent der Befragten brauchten dafür im Schnitt mehr als eine Stunde, weitere 40 Prozent mehr als drei Stunden.
 
Die Studie kann hier kostenlos bestellt werden. (hjm)