Datenverlust und Riesenstress wegen Salesforce-Outage

Wer gerne animierte GIFs zum Thema Verzweiflung ansieht, kann in Twitter nach #NA14 suchen. NA14 ist die Instanz des Online-CRM-Anbieters Salesforce, die diesen Dienstag den Dienst einstellte. Aus dieser Instanz heraus werden die Salesforce-User an der Westküste der USA mit Daten und Software bedient. Salesforce fiel fast einen ganzen Tag lang aus und die Instanz scheint immer noch wacklig. Noch immer wird die Meldung "Performance Degradation" angegeben.
 
Schlimmer noch: Daten, die am Dienstag zwischen 9.53 und 13.29 Uhr UTC (Greenwich-Zeit) geschrieben wurden, sind verloren, wie Salesforce gestern auf der Status-Seite kommunizierte.
 
Salesforce ist für Abertausende von Usern (unter anderem manchmal für den Schreibenden) ein enorm wichtiges Arbeitsinstrument. Man organisiert seine Kundenkontakte, Leads und Projekte, gibt sich und koordiniert Aufgaben und vieles mehr. Manche Firmen haben mit Salesforce ihre kompletten Verkaufsprozesse organisiert. Funktioniert die Online-Software nicht, wird nichts verkauft und man kann seine Kunden nicht mal kontaktieren, weiss nicht, welche Termine man abgemacht hat und vieles mehr.
 
Der Ausfall der
für viele Firmen und Menschen zentralen Software löste eine kleine Flut von Medienberichten in den USA aus. "Can Customers Trust the Cloud?" titelt zum Beispiel 'InformationWeek'.
 
Salesforce-Gründer und -CEO Mark Benioff entschuldigte sich per Twitter.
 
Datenbank-Problem am Anfang
Die Probleme in N14 wurden durch den Ausfall einer Datenbank ausgelöst, so Salesforce. Der DB-Ausfall machte offenbar Files kaputt. Man versuchte das Problem zu lösen, indem man N14 aus einem älteren Backup wiederherstellte. Deshalb gingen dann Daten komplett verloren. (hc)