SBB verteilt riesigen IT-Engineering-Kuchen

Zehn Anbieter kommen bei der SBB in den Genuss von Aufträgen im Gesamtvolumen von zwischen 191 und 346 Millionen Franken.
 
Von 23 Anbietern, die Offerten eingereicht haben, haben die Schweizerischen Bundesbahnen zehn für die nächsten fünf Jahre als strategische Partner im Bereich IT-Engineering ausgewählt. Laut der Zuschlagsverfügung lag die Preisspanne der eingereichten Angebote zwischen 19,1 und 34,6 Millionen Franken. Die Unternehmen, welche den Zuschlag erhielten sind ti&m, Fincons Group, Atos, Zühlke Engineering, Elca, Akros, Sopra Steria, Adesso, Trivadis und CSC. Viele dieser Unternehmen arbeiten schon seit Jahren für die SBB.
 
Eine konkrete Angabe zum voraussichtlichen Volumen der Dienstleistungen, beispielsweise eine Anzahl Arbeitstunden, geht aus den auf Simap einsehbaren Informationen nicht hervor. Das Gesamtvolumen der Einzelaufträge, die im Rahmen dieser Ausschreibung an die zehn Gewinner vergeben wurden, liegt zwischen liegt 191 und 346 Millionen Franken, wie uns SBB-Sprecher Reto Schärli bestätigte. Konkreter will er allerdings nicht werden und sagt nichts zur Höhe der erteilten Einzel- oder der Gesamtaufträge.
 
Laut der Ausschreibung sollen die Anbieter in der Lage sein, die SBB mit Mitarbeitenden für die definierten Rollen SwissICT-Software-Ingenieur, SwissICT-Software-Architekt und Application Operation Manager zu unterstützen. Ausserdem sollten diese Unternehmen bei Managed-Capacity- und Managed-Services-Aufträgen auch die Rollen eines SwissICT-Beraters, Projektleiters, Business-Analysten, Datenbankadministrators, Testmanagers und Testingenieurs besetzen können. Bei der Ausschreibung gehr es aber auch nicht nur um Personalverleih, die konkreten Aufträge können auch als Managed-Service-, Managed-Capacity- oder Dienstleistungsauftrag vergeben werden.
 
Wie Zühlke in einer Mitteilung schreibt, geht es darum die SBB bei ihren Innovationsvorhaben zu begleiten. Die benötigten Leistungen würden von der SBB nach Bedarf abgerufen, sagt Pressesprecher Simon Zogg zu inside-it.ch. Um welche Leistungen es konkret geht, wollte man bei der SBB nicht erklären und verwies lediglich auf die langjährige Kooperation mit Zühlke in diversen IT-Entwicklungs- und Innovationsprojekten. Unter anderem verwies die SBB auf die Big-Data-Lösung von Zühlke zur effektiven Instandhaltung von Rollmaterial. Hierfür hatte man gemeinsam ein Datenlabor entwickelt, um grosse und komplexe Datensätze zu Tür- und anderen Systemstörungen gesamthaft zu analysieren und entsprechende Massnahmen zu treffen. Laut Zühlke ist man auch an der Erarbeitung von Kundeninformationssystemen wie der neuen Fahrplan-App beteiligt gewesen. (Volker Richert/hjm)