Swisscom bei den Handy-Tarifen abgeschlagen

Der zum zweiten Mal von Dschungelkompass und der Stiftung für Konsumentenschutz (SKS) vorgelegte Vergleich der Handy-Tarife weist Coop Mobile, Salt und Sunrise als die günstigsten Anbieter aus. Wie in der ersten, im April vorgelegten Analyse spielt Swisscom für denjenigen, der preiswert mobil telefonieren oder Daten austauschen will, keine Rolle. Wobei auch in der aktuellen Auswertung die Schweizer Angebote in sechs Kategorien auf den Prüfstand kamen: Wenig-, Mittel- und Vielnutzer sowie wenig Telefonie mit viel Daten und umgekehrt, viel Telefonie mit wenig Daten, und schliesslich Flatrate-Angebote.
 
Wie Dschungelkompass selber schreibt, liegt der Unterscheid ihrer Analyse darin, dass "anders als bei herkömmlichen Preisvergleichen zwei Profile berücksichtigt wurden, bei denen die Nutzung asymmetrisch ist". Es handelt sich um die Angebote für Nutzer, die relativ viel telefonieren, aber kaum das Internet brauchen beziehungsweise um Angebote, in denen das Handy vorwiegend zum Surfen und für internetbasierte Dienste aber selten zum Telefonieren genutzt wird.
 
Preise für Vielnutzer klaffen weit auseinander
Die Angaben zu den billigsten 15 Anbietern kann man auf Dschungelkompass im Detail ablesen. Zusammengefasst haben wir nur die Podestplätze: In der ersten Kategorie teilen sich Sunrise, Lycamobile und Aldi Mobile die Ränge. Bei den mittleren Nutzerprofilen sind es Salt, Yallo sowie Aldi Mobile und bei den Vielnutzern Salt, Coop Mobile und Yallo. Wer einen hohen Datenbedarf hat und wenig telefoniert nutzt am günstigsten die Angebote von Salt, Coop Mobile und Sunrise. Im Umgekehrten Fall haben Salt, Yallo und Aldi Mobile die billigsten Tarife und bei den unlimietierten Flatrates schafften es die Preise von Coop Mobile, Salt und Sunrise aufs Podest, gefolgt von Swisscom als viertem möglichen Anbieter.
 
Als Fazit der Auswertung wird in einer Mitteilung genannt, "dass Salt neu bei vier Profilen der günstigste Anbieter ist", was zulasten von Yallo und Sunrise gegangen sei. Zudem arbeite sich auch Coop Mobile nach vorne und konnte seinen Spitzenplatz bei den Flatrate-Angeboten verteidigen. Ausserdem hätten sich die Tarife des Detaillisten in den Kategorien Vielnutzer und wenig Telefonie mit viel Daten um einen respektive drei Plätze verbessern können und liege hier nun jeweils auf den zweiten Rang hinter Salt.

Dass sich der Preisvergleich lohnt, kann an den teils erheblichen Preisunterschieden abgelesen werden. Während die Tarife bei den Wenignutzern noch zwischen 15 und 35 Franken schwanken sowie bei den Mittelnutzern zwischen 26,66 und 61 Franken, klaffen die Kosten für Vielnutzer schon von 39 bis 150,30 Franken auseinander. Ähnlich ist der Unterschied zwischen wenig Telefonie mit viel Daten (39 bis 67 Franken) und viel Telefonie mit wenig Daten, wo eine Preisspanne von 26,66 bis 120,30 Franken ermittelt wurde. Bei den vier Flatrate-Anbietern sind die Differenzen dann wieder mit 54,90 bis 69 Franken relativ gering. (vri)