Manager-Exodus bei HPE geht weiter

Die Führungsetage von Hewlett Packard Enterprise kommt nicht zur Ruhe. Nachdem in den vergangenen Wochen bereits mehrere Top-Manager das Unternehmen verlassen haben, berichtet nun 'The Channel' von weiteren Rücktritten. Laut einem internen Schreiben, das dem Blatt vorliege, haben sowohl der globale Verkaufsleiter für die HPE-Softwaresparte als auch der EMEA-Chef dieses Bereichs das Unternehmen verlassen. Dabei handelt es sich um jenen HPE-Bereich, der jüngsten Gerüchten zufolge (teilweise) zum Verkauf stehen soll.
 
Frank Fella, als Vice President Worldwide Sales HPE Software die Nummer zwei der Softwaresparte, sei nach 18 Monaten im Amt am 29 Juli zurückgetreten. Sein Chef, Alan Fudge, bestätigt mit "gemischten Gefühlen" den Abgang von Fella in einem Schreiben an seine Mitarbeiter. Er verlasse HPE für eine "Chance ausserhalb" des Unternehmens, zitiert 'The Channel' aus dem Memo.
 
Die Rolle von Fella werde nun vom ehemaligen Dell-Manager Kevin Norlin übernommen, der seit rund einem halben Jahr bei HPE tätig ist. Bei Dell war Norlin zuletzt als Vice President und General Manager für den Software-Sales in der Region Nordamerika zuständig.
 
In einem weiteren Memo, das 'The Channel' ebenfalls vorliege, informierte Fudge wenige Tage später über den Rücktritt von Tony Caine, Vice President EMEA HPE Software. "Mit grosser Priorität arbeiten wir daran, die Rolle neu zu besetzen", heisst es weiter. In der Zwischenzeit werde ebenfalls Norlin die Aufgaben von Caine übernehmen. Der ehemalige Dell-Manager Norlin hat somit in den kommenden Monaten bei HPE einiges zu tun, wie 'The Channel' die Situation zusammenfasst.
 
Gerüchte um Verkauf
Kürzlich wurde bekannt, dass Cloud-Chef Bill Hilf, Storage-Boss Manish Goel und Robert Vrij, Sales Managing Director Americas, HPE verlassen. Im Juni kehrten darüber hinaus Chief Customer Officer John Hinshaw und CTO Martin Fink dem Unternehmen den Rücken.
 
Seit einigen Tagen kursieren zudem Gerüchte um einen möglichen Verkauf der HPE-Softwaresparte. Zu den Assets gehören auch die für viel Geld übernommene Softwareunternehmen. Dabei handelt es sich um Autonomy, 2011 von HP für 12 Milliarden Dollar gekauft, den für 4,5 Milliarden Dollar übernommenen Softwarehersteller Mercury Interactive sowie der zu einem unbekannten Preis gekauften Data-Warehousing-Spezialisten Vertica. (kjo)