Softwaregeschäft von HPE bald unter dem Hammer?

Der HPE-Hauptsitz in Palo Alto.
Möglicherweise will Hewlett Packard Enterprise das Software-Geschäft für bis zu zehn Milliarden Dollar verkaufen. Potentieller Käufer ist die Kapital­beteiligungs­gesellschaft Thoma Bravo.
 
Schon seit mehreren Wochen tauchen immer wieder Gerüchte über einen möglichen Verkauf der Software Sparte von Hewlett Packard Enterprise auf. Die Abgänge von mehreren Managern haben die Gerüchte weiter geschürt. Nun wird auch über einen möglichen Käufer spekuliert. Offenbar befindet sich HPE in Gesprächen mit der Kapitalbeteiligungsgesellschaft Thoma Bravo LLC, wie 'Reuters' mit Berufung auf mit der Sache vertraute Personen berichtet. Demnach soll HPE zwischen acht und zehn Milliarden Dollar für die Software-Sparte erhalten. Auf Anfrage der Nachrichtenagentur hat sich weder HPE noch Thoma Bravo zum Bericht geäussert.
 
Einer weiteren Quelle von 'Reuters' zufolge, sei auch Goldman Sachs am Software-Bereich von HPE interessiert gewesen sein. Diese hätten 7,5 Milliarden Dollar geboten. Offenbar gibt es noch weitere Angebote, doch jenes von Thoma Bravo soll das höchste sein. Noch seien aber keine Verträge unterschrieben und ob es tatsächlich zu einem Deal kommt, ist noch offen.
 
Im Besitz von Thoma Bravo sind bereits mehrere Softwareunternehmen. Darunter etwa Dynatrace LLC und Compuware. Das Softwaregeschäft von HPE stammt aus teuren Übernahmen. So hat HPE Autonomy 2011 für 12 Milliarden Dollar gekauft, für 4,5 Milliarden Dollar den Softwarehersteller Mercury Interactive übernommen sowie zu einem unbekannten Preis den Data-Warehousing-Spezialist Vertica geschluckt. (kjo)