Twint erhält grünes Licht von der Weko

Nach dem OK der Wettbewerbskommission kann die Twint AG ihre operativen Tätigkeiten planmässig aufnehmen.
 
Twint, das mobile Zahlsystem der Schweizer Banken und des Finanzdienstleisters SIX, hat am Freitag grünes Licht von der Wettbewerbskommission (Weko) erhalten. Damit nimmt die Twint AG ihre Tätigkeit auf und handelt ab sofort Konditionen und Verträge mit dem Handel und den Banken aus. Entstehen soll eine offene, plattformunabhängige, wettbewerbsfähige und kundenfreundliche Lösung für alle Marktteilnehmer, die kanalübergreifende Payment-Funktionen bieten werde, heisst es in einer Mitteilung.
 
Die Zusammenlegung der heute noch einzeln am Markt auftretenden Systeme Twint und Paymit könne damit planmässig erfolgen. Bis November werden die Funktionen unter dem Namen Twint zusammengelegt. Ab Mitte Januar werden die Nutzer auf das neue Twint-System umgestellt. Neu beteiligt sich auch die Waadtländer Kantonalbank an Twint.
 
Das Aktienkapital von Twint wird je zu einem Drittel bei Postfinance, SIX und den fünf grössten Schweizer Banken liegen. Es sind das die UBS, die CS, Raiffeisen sowie die Zürcher und Waadtländer Kantonalbank. Der Verwaltungsrat setzt sie aus je einem Vertreter der sieben Aktionäre zusammen.
 
Die fünf grössten Banken, SIX, die Detailhändler Migros und Coop sowie Swisscom hatten sich Ende Mai auf eine gemeinsame Lösung für das mobile Bezahlen in der Schweiz geeinigt. Twint und Paymit haben aktuell eigenen Angaben zufolge rund 500'000 Nutzerinnen und Nutzer. (sda/kjo)