Zig Startups sollen an die CeBIT 2017

Nicht zufällig wählte der ICT-Dachverband ICTswitzerland gestern den "Industrial Chic" einer Garage des Impact Hub Zürich, um im ungewohnt lockeren Tenue seine Pläne für den Schweizer Pavillon an der CeBIT 2017 zu präsentieren.
 
Die Hauptnachricht: Der Swiss Pavillon soll nicht nur für etablierte Firmen und Forschungseinrichtungen interessant sein, sondern speziell auch für Startups. Mit diesem Mix wollen die Initianten sicherstellen, dass die Schweiz beachtet wird, auch wenn sie kein Gastland ist wie 2016.
 
"40 Startups wollen wir nach Hannover bringen", so ICTswitzerland Geschäftsführer Andreas Kaelin. Angesprochen sind Startups aus drei Bereichen: Fintech, Business Security und "Digitalisierung im Produkt" (Industrie 4.0, Smart Cities …).
 
Das Angebot konkret: Eine minimal drei bis vier Quadratmeter grosse Präsenz, organisatorische und Marketing-Unterstützung inklusive ein "Pitch-Training". Zudem wird sich ICTswitzerland für den Besuch hochkarätiger Delegationen aus Wirtschaft und Politik engagieren.
 
Mehr als 400m2 Gemeinschaftsflächen
"Wir wollen so attraktiv sein, dass Angela Merkel wieder vorbei kommt", so Kaelin. Ein starker Fokus soll auf Networking-Möglichkeiten liegen, so können im Korridor bis zu 300 Gäste bewirtet werden.
 
Im total 700 Quadratmeter grossen Pavillon sind mehr als 400 Quadratmeter für gemeinschaftlich genutzte Flächen reserviert, 187 Quadratmeter für Aussteller, weitere 100 für den Bildungs- und Forschungsstandort.
 
Für Startups dürfte interessant sein, dass sie zusätzlich in der CeBit Startup-Halle Scale 11 auftreten können und dass sie dank KTI-Unterstützung ihren Messeauftritt vergünstigt erhalten. Man ist aber auch offen für Startups, welche die KTI-Kriterien nicht vollständig erfüllen.
 
Die anwesenden Vertreter von Inkubatoren, öffentlicher Hand und Verbänden reagierten im Gespräch mit inside-it.ch grundsätzlich positiv, glauben aber, dass man für einen erfolgreichen Auftritt mehr haben müsse, als nur eine Produktidee, sondern ein Produkt. Man hofft, auch publikumsträchtige Show Cases präsentieren zu können.
 
"Wir sind auf Kurs"
Geschäftsführer Kaelin hielt an die gesamte Branche gerichtet erneut fest, der Markt Schweiz sei für ICT-KMUs "langsam gesättigt", entsprechend wichtig sei es für ICTswitzerland, den ICT-Export zu fördern und entsprechend wichtig sei es für Firmen an der CeBIT, an der grössten B2B-Messe der Welt, präsent zu sein.
 
RUAG und Mimacom haben als erste etablierte Unternehmen eine Messepräsenz gebucht so Kaelin im Gespräch. Man sei bei den Firmen-Buchungen "auf Kurs". 2016, als die Schweiz Gastland-Status genoss, waren 84 Aussteller präsent im 1'500 Quadratmeter grossen Swiss Pavillon. (Marcel Gamma)