Grosser Mainframe-Auftrag des Bundes für IBM

Sie zählen mit einem Alter von über 50 Jahren längst zum "alten Eisen" der Enterprise-IT, lassen sich aber dennoch einfach nicht totsagen und bescheren IBM immer wieder schöne Aufträge. Die Rede ist vom Mainframe-Business, das IBM diesmal 45,4 Millionen Franken des Bundes einträgt.
 
Die (logische) freihändige Vergabe erfolgte zwar unter dem Titel "IBM Wartung z/Systeme", umfasst aber gemäss Zuschlag auch "Investition zur Beschaffung neuer IBM Mainframe Systeme, Hardwarewartung, die verbrauchsabhängige Nutzungsgebühr für systemnahe Softwarekomponenten und DB2 Datenbanksystem sowie Softwarepflege und Lizenzen". Für die Jahre von 2017 bis 2020 erhält Big Blue dafür 27,4 Millionen Franken und optional für weitere drei Jahre 18 Millionen Franken.

Zum Einsatz kommen solche Grossrechner laut Bundesamt für Informatik und Telekommunikation (BIT) hauptsächlich in drei Bundesstellen. So stehen sie für Anwendungen im Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) im Einsatz. Konkret geht es hier um ein elektronisches Informationssystem für die Arbeitsvermittlung und die Arbeitsmarktstatistik, welches bei allen RAV-Stellen (Regionalen Arbeitsvermittlungszentren) schweizweit verwendet wird, wie BIT-Sprecher Marc Raum in einem Mail an inside-it.ch schreibt. Zudem würden die Grossrechner für die Bewirtschaftung und Auszahlung der AHV-Renten bei der Zentralen Ausgleichskasse in Genf (ZAS) eingesetzt. Und zusätzlich würden Mainframes noch bei verschiedenen Fachanwendungen wie etwa dem Fahrzeugregister im Bundesamt für Strassen (Astra) betrieben. (vri)