Autobauer investiert 30 Milliarden in Smart City mit Blockchain

Hangzhou: Die Stadt soll Blockchain-Kapitale und Smart City werden (Bild: Eugene Lim/FlickR (CC BY 2.0).
In China treiben nicht die Banken die Blockchain-Technologie, sondern Wanxiang.
 
Der grösste chinesische Autobauer Wanxiang investiert in den kommenden sieben Jahren 30 Milliarden Dollar in ein Smart City-Projekte, in welcher Blockchain eine spezifische Rolle einnehmen sollen.
 
Für das Projekt will der Autobauer 7,7 Quadratkilometer Land in der ostchinesischen Stadt Hangzhou kaufen und dort Technologie-Innovationen realisieren. Die Blockchain wird in diesem Smart City Projekt mehrere Rollen übernehmen, so meldet 'Bitcoinblog'. Sie komme zum Einsatz, um das Aufladen der E-Autos zu steuern, um Batterien zu tracken und um im Allgemeinen die Geräte des Internet of Things zu managen. Wanxiang will auch in Blockchain-Unternehmen investieren, um sein Smart-City-Projekt voranzutreiben.
 
Direktzahlungen statt Banküberweisung ermöglichen
Die Idee dahinter laut der ICT-Newssite 'Extremetech': Mit einer robusten öffentlichen Blockchain an Ort und Stelle könnten Städte Zahlungsmöglichkeiten für jedes Unternehmen bieten und Kreditkartenunternehmungen und Banken umgehen, um Aufwände für Wasser, Transport und Energie direkt an die Erbringer zu überweisen.
 
Wanxiang ist schon länger an Blockchain-Projekten interessiert. Die Autofirma hat bereits vor 2015 rund 500'000 Dollar in Ether, die native Währung der Ethereum-Blockchain, investiert. Der Autobauer treibt mit Wanxiang Blockchain Labs, einem Shanghai-basierten Forschungsinstitut, mit einem Konsortium von elf chinesischen Börsen auch ein Blockchain-Projekt voran, das ein ChinaLedger auf Blockchain-Basis aufbauen will. Die Firma nimmt damit in China eine Vorreiterrolle ein.
 
Hangzhou wie Dubai ...
Es zeige sich erneut, dass Wanxiang eine der aggressivsten Firmen sei, was den Einbezug von Blockchain betreffe, meint 'Coindesk'. Allerdings hat kürzlich auch Dubai angekündigt, Blockchain im eigenen, gross angelegten Smart-City-Projekt einzusetzen.
Die Wanxiang Gruppe, gegründet vom chinesischen Milliardär Lu Guanqiu, plant laut 'Bloomberg' bereits, in Hangzhou für 375 Millionen Dollar eine Fabrik zu bauen, welche 50'000 Elektroautos jährlich produzieren kann und ist Besitzer des Elektrohybridautoherstellers Karma Automotive, vormals Fisker Automotive. Wanxiang ist in der Auto-, Immobilien- und Finanzbranche tätig und beschäftigt 40'000 Mitarbeitende. (mag)