Reorganisation in Schwyz - ICT wird ausgelagert

In Schwyz ist die kantonale Informatik auf den Prüfstand gekommen. Die ermittelten Empfehlungen sollen nun bis 2020 umgesetzt werden, wie der Kanton mitteilt. Im einzelnen sollen Server, Arbeitsplatz-IT und Netzwerk ausgelagert sowie eine ICT-Strategie und neue organisatorische Strukturen geschaffen werden.
 
Der Auftrag des Regierungsrats geht auf die Diskussionen um das Postulat "Reorganisation Amt für Informatik und Anpassung Grundauftrag" von 2014 zurück und wurde laut dem nun vorgelegten Bericht im letzten Jahr vom Regierungsrat ausgelöst. Konkret erarbeitet wurden die Empfehlungen aufgrund einer "Machbarkeitsstudie Informatik" der AWK Group.

Auf dessen Grundlage soll gemäss Regierungsrat das Finanzdepartement mit der Umsetzung beginnen. Ausserdem erlaube die Studie nun auch, die Stelle des Leiters des Amtes für Informatik auszuschreiben und in der erste Hälfte 2017 neu zu besetzen. In Folge Pensionierung wird es seit Juli interimistisch vom bisherigen stellvertretenden Amtsvorsteher geführt.
 
Methodik, Projektleitung und Outsourcing im Visier
Konkret soll bis Mitte 2018 das Projektmanagement inklusive einer standardisierten Methodik neu aufgegleist werden. Hier geht es aber auch um organisatorische Massnahmen wie das Klassifizieren von Projekten, die Projektverantwortung und das situative Beiziehen externer Projektleiter-Ressourcen.
 
Ausserdem soll Mitte 2018 ein Konzept erarbeitet sein, dass die Auslagerung der ICT-Arbeitsplätze erlaubt. Auf Ende des Jahres soll dann auch das Outsourcing der Server-Infrastruktur erfolgen. Zudem soll bis 2020 im Rahmen der geplanten Neuausschreibung des Kantons-Netzwerks auch dessen Auslagerung bis auf lokaler Ebene erfolgen.
 
2017/18 grundlegende Strategie und Steuerungsorgan aufbauen
Vorerst aber werden die laut Bericht "elementaren Grundlagen" etabliert: Das Finanzdepartement wird beauftragt, bis Mitte 2017 in Zusammenarbeit mit den Departementen und der Staatskanzlei eine ICT-Strategie vorzulegen. Ein Jahr später soll dann eine nicht näher definierte strategische IKT-Steuerungsebene etabliert sein. Es gibt in Schwyz noch kein Organ, das sich mit der übergreifenden Ausrichtung der gesamten ICT für die kantonale Verwaltung befasst, stellt die Machbarkeitsstudie fest. Deswegen würden Departemente über die Beschaffung von IT heute noch weitgehend selbst bestimmen.
 
Schliesslich ist noch geplant, bis Ende 2019 ein übergreifendes Architekturmanagement und Applikationsportfolio zu etablieren, "um eine Homogenisierung der IT-Landschaft und einen vereinfachten IT-Betrieb sicherzustellen", wie es in dem Bericht heisst. (vri)