Erste Infos zur neuen SuisseID

Die SuisseID, die 2017 auf den Markt kommen soll, wird einfacher, mobiler und nutzerfreundlicher. Vorgestellt wurde die neue Version soeben in Bern am vierten SuisseID Forum. Abzuwarten bleibt, ob die geplante Modernisierung der rechtlichen und technischen Voraussetzungen für den elektronischen Geschäftsverkehr real zu einer grösseren Verbreitung beiträgt, wie der Trägerverein verspricht. Noch vor einem Jahr hatten Marktanalysen die SuisseID als Ladenhüter eingestuft.
 
Künftig soll man auf eine Installation und einen USB-Stick verzichten können. Die neue Variante wird Online-Service-Anbietern, Unternehmen und Verwaltungen die SuisseID-Dienste im Pay-per-Use-Ansatz anbieten oder sie pauschal verrechnen, wie es in einer Mitteilung heisst. Für Anwender hingegen soll sie kostenlos sein. "Für die künftige SuisseID zahlen also diejenigen, welche durch die Digitalisierung mit der SuisseID auch hohe Kosten einsparen", wie der Trägerverein schreibt.
 
Funktionen, die bisher schon on-demand verfügbar sind, sollen erhalten bleiben. Der Bezug soll hingegen in drei Modulen möglich gemacht werden. Laut Trägerverein umfasst das Modul 1 eine einfache und sichere Zwei-Faktor-Authentifizierung über Mobiltelefon oder Smartcard. Das Modul 2 wird zur Bestätigung der Identität gebraucht und erfüllt die gesetzlichen Anforderungen vom ZertES (Bundesgesetz über die elektronische Signatur) und EPDG (Bundesgesetz über das elektronische Patientendossier). Schliesslich dient das Modul 3 als qualifizierte elektronische Signatur, für das rechtsgültige Unterschreiben von Verträgen, was jederzeit und von überall aus erlaubt sein wird.
 
Konkret sind in diesem Jahr bereits erste Pilotprojekte zu den einzelnen modularen Services gestartet worden, heisst es bei SuisseID weiter. Allerdings stehen die künftigen Preise noch nicht fest. Die sollen mit der Markteinführung im 2017 bekanntgegeben werden. (vri)