Zwei Schweizer IT-Profs von Thomson Reuters geadelt

Insgesamt neun Professoren der ETH Lausanne (EPFL) haben es auf die aktuelle ESI-Liste von Thomson Reuters geschafft. Diese Liste, Essential Science Indicators (ESI), bewertet die Wissenschaftler und Institutionen nach der Anzahl der eigenen Publikationen und danach, wie oft sie in anderen Publikationen als Quelle genannt werden. Dies dient als Indikator für den Einfluss, den ein Forscher oder eine Forscherin in der wissenschaftlichen Welt hat.
 
Einer der EPFL-Profs, der dieses Jahr von der prestigeträchtige Liste genannt wird, stammt aus dem IT-Bereich: Michael Gastpar ist der Direktor des Laboratory for Information in Networked Systems der EPFL und arbeitet zeitweise als Forscher an den Bell Laboratories. Seine Forschung dreht sich um Netzwerk-Theorie und -Programmierung sowie Signalverarbeitungstechniken, und deren Anwendungen in den Neurowissenschaften.
 
Im Bereich Computer Science wird neben dem EPFL-Professor mit Laurent Excoffier ein weiterer Schweizer Wissenschaftler von ESI gelistet. Excoffier arbeitet seit 2008 als Group Leader am Swiss Institute of Bioinformatics (SIB) und leitet die Population Genetics Division an der Universität Bern. Er arbeitet an der Entwicklung von Berechnungsmethoden, mit denen evolutionäre Prozesse analysiert werden. Damit soll etwa untersucht werden, wie sich klimatische Veränderungen auf die genetische Diversität oder bestimmte Arten ausgewirkt haben.
 
Durchsucht man die ESI-Liste nach der Schweiz, zeigt sich, dass insbesondere Forscher aus den Bereichen Biologie, Immunologie und Biochemie sowie aus den Umwelt-, Ökologie- und Geowissenschaften vertreten sind. (kjo)