25 Jahre Supercomputing im Tessin

Der Supercomputer NEC S-X5 "Promoeteo", Nachfolger des ersten Supercomputers am CSCS.
Der erste Supercomputer des CSCS, ein riesiger NEC SX-3, rechnete so schnell wie ein iPad heute.
 
Der schnellste Computer Europas steht in Lugano. Es ist der Supercomputer des CSCS, des Centro Svizzero di Calcolo Scientifico, in Lugano. "Piz Daint" ist ein Hochleistungsrechner von Cray, in dem sowohl klassische CPUs wie auch Grafikprozessoren zusammen arbeiten. Der Rechner wird aktuell von rund 600 Forschern aus dem In- und Ausland genutzt.
 
Am 30. September 1995 wurde der Betrieb des CSCS, damals noch in Manno, aufgenommen. Der erste Supercomputer kam von NEC. Er hatte zwei Prozessoren und konnte 5,5 Milliarden Rechenoperationen pro Sekunden ausführen. Das stemmt heute ein iPad, schreibt das CSCS in einem schönen Artikel zum 25-jährigen Jubiläum.
 
2012 zog das CSCS in ein neues, sehr funktionales Gebäude in Lugano um und wurde mit dem Cray XC30 ausgerüstet. Der Supercomputer wurde diesen Frühling mit neuen Prozessoren und noch mehr Speicher ausgerüstet. Die ultraschnelle Rechenmaschine ermöglicht es Forschern, äusserst kompexe Probleme zu simulieren und riesige Datenmengen, wie sie etwa der Large Hadron Collider (LHC) des CERN in Genf produziert, zu analysieren.
 
Im CSCS, das zur ETH Zürich gehört, werden weitere High-Performance-Rechner betreut. So der "Wettercomputer"
Inside-it.ch besucht das CSCS am 1.10.2014. v.l.n.r.: Maurizio Minetti, Gaby Jaussi, Linda von Burg, Michele di Lorenzi, Vizedirektor CSCS, Christoph Hugenschmidt, Volker Richert, Hans Jörg Maron, Roberto Troisi (kniend)
für Meteo Schweiz, der ebenfalls von Cray kommt und noch mehr als "Piz Daint" mit der Rechenleistung von Graphikprozessoren angetrieben wird. Weiter stehen der IBM-Grosscomputer "Blue Brain", mit dem Hirnforschung betrieben wird, und der Cluster-Rechner des Instituts für Teilchenphysik in Lugano. (hc)