Schweizer Drohne geht in die Serienproduktion

Die Drohne des Schweizer Startups Wingtra soll in wenigen Wochen in die Serienproduktion gehen, berichtet die 'NZZ'. Weil das Unternehmen keinen Partner in der Schweiz habe finden können, werde das Fluggerät an einem nicht genannten Ort in Europa fabriziert. Im nächsten Jahr sollen 200 bis 250 Geräte für je rund 20'000 Franken verkauft werden.
 
Das Bundesamt für Zivilluftfahrt erklärte in einem Bericht von Anfang Jahr, dass derzeit rund 20'000 zivile Drohnen durch die Schweiz fliegen würden. Laut Marktforschern "explodiere" das Geschäft mit den unbemannten Fluggefährten bald, so die 'NZZ'.
 
Wingtras Drohne ist ein Hybrid von Multikopter und Flugzeug. Die Schweizer Drone verbinde die Vorteile beider Welten, schreibt das Unternehmen auf ihrer Homepage. Es startet mittels mehrerer Rotoren senkrecht, kann dann aber über einen Klappmechanismus wie ein Flugzeug weiterfliegen. Damit seien Reichweite und Geschwindigkeit grösser als bei Quadcoptern, aber das Gerät benötige anders als reine Flugzeugdrohnen weder Katapult noch Startbahn. Die Google-Mutter Alphabet hat kürzlich ihr Projekt mit einer ähnlichen Drohne gebremst.
 
Als potentielle Einsatzgebiete nennt Wingtra Tierschutz, Landwirtschaft, Videoproduktion sowie Paket-Lieferung. Im Vordergrund stehe derzeit die Anwendung im Bereich Agronomie, schreibt die 'NZZ'.
 
Die 2016 als Spin-Off der ETH Zürich gegründete Firma konnte nach eigenen Angaben in rund einem Jahr ihre Belegschaft auf knapp 30 "Wingtranauts" ausbauen. Anfang dieses Jahres habe man eine Anschubfinanzierung von 3,1 Millionen Dollar organisieren können, schreibt Wingtra auf seiner Homepage. (ts)