Informatikpanne am Wahlsonntag war doch keine

Die wartenden Journalisten und Politiker wurden am Berner Wahlsonntag auf eine harte Probe gestellt: Die Resultate der Stadtratswahlen wollten und wollten nicht eintreffen. Der Leiter des Informationsdienstes der Stadt, Walter Langenegger, erklärte: «Wir haben ein Informatikproblem, dass sich nicht so schnell beheben lässt».
 
Nun stellte sich das vermeintliche Problem aber doch als korrekte Funktion des Systems heraus. Der Stadtschreiber Jürg Wichmann erklärte gegenüber dem 'Bund', dass es kein Bug war, sondern eine korrekte Warnung des Programms. Diese könne auftauchen, wenn etwa die Zahl ungültiger Listen nicht an sämtlichen vorgesehenen Orten korrekt nachgeführt sei. Grössere Probleme hätten die 300 SVP-Listen bereitet, die mit derselben Handschrift ausgefüllt worden seien. Sie hätten nachgeprüft werden müssen.
 
Anders als 2012 ist die Informatik also nicht für die Probleme verantwortlich zu machen. Damals hatten Fehler im Programm zu längeren Verzögerungen bei der Auszählung der Stimmen geführt. (ts)