Streit Abacus versus VRSG kostet Millionen

Dieser Streit zwischen St. Galler Business-Software-Hersteller Abacus und dem Konkurrenten, Verwaltungsrechenzentrum AG St. Gallen (VRSG), ist komplex, und auch sehr teuer: Abacus-CEO Claudio Hintermann erklärt der 'Zürichsee-Zeitung', seine Firma habe inzwischen über eine Million Franken an Anwalts- und Gerichtskosten angehäuft.
 
Der Hintergrund des Streits: St. Galler Gemeinden, die ein Vertragsverhältnis mit VRSG haben, sollen Software-Aufträge ausschreiben, fordert Abacus. Nein, nein und nochmals nein, sagt der im Staatsbesitz befindliche Konkurrent VRSG. Dutzende Male wurde das "Nein" bislang wiederholt.
 
Als Resultat sind laut 'Zürichsee-Zeitung' über 80 Beschwerdeverfahren hängig, denn Abacus lässt sich nicht klein kriegen und pocht auf das Öffentlichkeitsprinzip. Und dies mit Erfolg. Erst letzten September hat Abacus in Wittenbach einen weiteren Etappensieg im epischen Streit erstritten.
 
Solange der Streit nicht beendet ist, dürfen St. Galler Gemeinden keine neue Software einkaufen. Die Einführung des neuen Rechnungsmodells für die Gemeinden im Kanton verspätet sich. Aktuell spricht man von 2019, frühestens. (mag)
 
(Interessenbindung: Abacus ist ein wichtiger Sponsor unseres Verlags.)