Bundesrat zögert das Ende der analogen Telefonie nicht hinaus

Der Bundesrat will die Abschaltung der analogen Telefonanschlüsse per Ende 2017 nicht weiter hinauszögern, wie er in einem Bericht schreibt. Ein entsprechendes Postulat von Joachim Eder (FDP/ZG) hatte der Ständerat in der Sommersession überwiesen. Der Bundesrat analysierte unter anderem die Kostenfolgen für Hauseigentümer sowie Betreiber von öffentlichen Einrichtungen wie Spitälern, Heimen oder Kinderkrippen. Gleichzeitig prüfte er, ob der künftige Inhaber der Grundversorgungskonzession verpflichtet werden kann, den analogen Telefonanschluss bis 2022 weiter zu gewährleisten.
 
Gemäss dem am Freitag publizierten Bericht sind die Umrüstungskosten für die Eigentümer von Lift-Telefonen und Alarmanlagen tragbar und machen keine Verlängerung des analogen Netzbetriebs nötig. Die Kosten für eine Umrüstung auf die IP-Technologie einer Lift-Telefonanlage belaufen sich demnach auf 700 bis 2500 Franken und diejenigen für die Umrüstung einer Alarmanlage auf rund 500 bis 1500 Franken. Dies sei angesichts der langfristigen Investition "verhältnismässig und tragbar".
 
Die Kosten rechtfertigen auch nicht eine Verpflichtung des Inhabers der Grundversorgungskonzession, das analoge Netz während einer bestimmten Übergangszeit weiterbetreiben zu müssen. Der Betrieb von zwei parallelen Netzen sei weder aus volkswirtschaftlicher noch aus betriebswirtschaftlicher Sicht sinnvoll und würde gemäss heutiger Konzessionärin Swisscom, Mehrkosten von insgesamt 300 bis 400 Millionen Franken nach sich ziehen. (sda/kjo)