Betrieb und Wartung verschlingen die Hälfte des IT-Budgets

Wie verteilt sich das IT-Budget auf die verschiedenen Bereiche? (Quelle Capgemini, 2016)
Ein Grossteil der Unternehmen in der DACH-Region erhöht ihr IT-Budget für 2017. 44,4 Prozent der Unternehmen planen nächstes Jahr mehr für IT auszugeben als im laufenden Jahr. Bei elf Prozent soll das IT-Budget gar im zweistelligen Bereich wachsen, so das Vorabergebnis einer Befragung von Capgemini.
 
Im Gegensatz dazu planen 16,1 Prozent der CIOs ihre IT-Budgets für das kommende Jahr zu kürzen. In der Schweiz ist laut Capgemini der Anteil etwas höher. Im Vergleich zu letztem Jahr aber, fällt in der Schweiz die Prognose insgesamt besser aus. Diese Ergebnisse beruhen auf einer Befragung von rund 150 IT-Verantwortlichen von Grossunternehmen, die im Herbst von Capgemini durchgeführt wurde. Die gesamte Studie wird im Februar 2017 publiziert.
 
Im Handel und in der Logistikbranche werden 2017 deutlich mehr Geld für IT-Projekte ausgegeben, als in anderen Bereichen. Auch Banken und Versicherungen investieren weiterhin auf hohem Niveau. Angesichts der Vorhaben im Zusammenhang mit "Industrie 4.0" haben auch Unternehmen aus der Industrie ihre IT-Budgets deutlich aufgestockt – ein Trend, der sich laut Capgemini noch einige Jahre fortsetzen wird.
 
Aufrechterhaltung des Tagesgeschäft verschlingt das meiste Geld
Knapp die Hälfte des IT-Budgets wird für Betrieb, Wartung und Pflege der Systeme aufgewendet. Die Ausgaben für Updates, Aktualisierung und Erweiterungen steigen das dritte Jahr in Folge auf 24,4 Prozent des gesamten IT-Budgets. "Ein grosser Teil des IT-Budgets fliesst in die Aufrechterhaltung des Tagesgeschäfts", kommentiert Capgemini-VP Srinivas Rao das Ergebnis.
 
Die Ausgaben gehen im Moment offenbar zu Lasten von Innovationsprojekten. Für die Umsetzung und Evaluierung dieser budgetieren die CIOs in der DACH-Region nur noch 21,5 Prozent. Im laufenden Jahr waren es über 24 Prozent. (kjo)