Zehn IT-Polizisten in Zürich dringend gesucht

Der Kanton Zürich kriegt mehr Personal für den Kampf gegen Internetkriminalität. Was sie genau tun werden? Schwer herauszufinden.
 
Für die Bekämpfung der Internet-Kriminalität braucht der Kanton Zürich mehr IT-Ermittler. Die Grünen wollten am Montag im Rahmen der Budgetdebatte die Schaffung von zehn zusätzlichen Stellen dafür bei der Kantonspolizei verhindern. Erfolglos, der Rat lehnte den Antrag deutlich ab.
 
1,2 Millionen Franken wollten Grüne, AL und GLP damit bei der Sicherheitsdirektion einsparen. Ihr Antrag blieb jedoch chancenlos. Der Rat lehnte ihn mit 135 zu 28 Stimmen bei einer Enthaltung ab. Quer durch die übrigen Fraktionen war man sich einig, dass das Thema Internet-Kriminalität einen immer wichtigeren Stellenwert habe. Es brauche ein solches Kompetenzzentrum dringend, hiess es etwa bei der SVP.
 
Eher spät als früh dran
Es bringe überhaupt nichts, diese Stellen nicht zu schaffen, sagte der Sprecher der SP. "Sie sind ohnehin bereits eingerichtet." Auch die EVP forderte "differenzierte IT-Ermittler". Die Entwicklung in diesem Bereich sei rasant, betonte die FDP. Die Kantonspolizei müsse unbedingt Schritt halten. Sicherheitsdirektor Mario Fehr (SP) warnte den Rat davor, an dieser Stelle zu sparen. "Das Problem drängt. Wir sind eher zu spät als zu früh daran." Er brauche diese Stellen – und zwar jetzt.
 
Inside-it.ch wollte herausfinden, wofür die zusätzlichen Kräfte eingesetzt werden, die man so dringend braucht. Nach etlichen Telefonanrufen landeten wir bei der Sicherheitsdirektion des Kantons Zürich. Diese gab bekannt, dass man noch nicht wisse, was die zehn IT-Spezialisten genau machen werden. Empfehlung der Sicherheitsdirektion: "Rufen sie im Januar nochmals an." (sda/ts)