Bund will neue Beschaffungsplattform

Neuentwicklung von simap.ch ausgeschrieben.
 
Die Beschaffungsplattform simap.ch ist Pflichtlektüre für alle, die sich für das Tun der Schweizer Behörden und staatsnahen Betriebe wie SBB oder Post interessieren. Denn auf simap.ch veröffentlichen Bund, Kantone (ausser Schaffhausen) und Gemeinden Ausschreibung und Zuschläge und zwar auch solche, die "freihändig", also ohne Wettbewerb der Anbieter, vergeben worden sind.
 
Da ist es nur logisch, dass wir das Projekt zur Neuentwicklung von simap.ch ebenda gefunden haben.
 
Die Ausschreibung zur Neuentwicklung von simap.ch (und der darunterliegenden Prozesse) wurde heute veröffentlicht. Auftragnehmer und Beschaffungsstelle ist das Seco. Das Projekt nennt sich "Neue Beschaffungsplattform simap2019." Damit wird auch schon klar, bis wann das neue simap entwickelt sein soll. Der Pilotbetrieb soll am 1. November 2018 gestartet werden und am 1. Januar 2019 sollen alle Vergabestellen mit dem neuen simap.ch arbeiten können.
 
Das Projekt dürfte zwar – verglichen zur Erneuerung des Polizeifunknetzes für 160 Millionen Franken oder der Restaurierung von ein paar Militärlastwagen – nicht wirklich gross sein. Dafür ist es prestigereich, denn simap.ch gehört zu den wichtigsten Behördenwebseites überhaupt.
 
Erst Ende September hat vergab die Stadt Bern den Auftrag zur Neuentwicklung einer Beschaffungssoftware für 780'000 Franken an die Schweizer Niederlassung einer griechischem Firma. (hc)