Swisscom-Antenne stoppte SBB-Züge

Bild: SBB
Bei rund einem Dutzend RegioExpress-Zügen sind letzten Monat auf der Strecke Nyon-Gland in Prangins (VD) Zwangsbremsungen ausgelöst worden. Als Ursache der Störung konnte eine Swisscom-Antenne eruiert werden, wie die SBB auf Anfrage bekannt gab.
 
Zu den unplanmässigen Zugstopps kam es am 23. und 24. November. Die Schweizer 'Eisenbahn-Revue' machte nun publik, dass es sich um Störungen des Zugsicherungssystems ETCS handelte. Nach dem Zwischenfall habe die SBB entschieden, den Einsatz des mit ETCS-Geräten von Siemens ausgestatteten Rollmaterialtyps zwischen Nyon und Gland zu stoppen, was zum Ausfall einiger RegioExpress-Verbindungen geführt habe.
 
Ein SBB-Sprecher bestätigte auf Anfrage, dass die Störung an den beiden Tagen in unregelmässigen Abständen Zwangsbremsungen an rund einem Dutzend RegioExpress-Zügen auslöste. Als Ursache konnte eine Antenne von Swisscom Broadcast eruiert werden, wie der Telco auf Anfrage bekannt gab. Die Antenne sei ausser Betrieb genommen worden. Über diesen Antennenstandort sei der Hochseefunk gelaufen, der nun über andere Antennen geführt werde, sagte eine Swisscom-Sprecherin. Es seien keine weiteren solchen Fälle bekannt.
 
Gemäss dem SBB-Sprecher hat die Zugsicherung funktioniert: Die Züge seien sofort angehalten worden, als die Kommunikation zwischen den Systemkomponenten an den Gleisen und im Zug gestört worden seien. (kjo/sda)