Glarner Gemeinde-RZ jetzt ausgeschrieben

Glarus hoch3 soll per August 2017 einen neuen Betreiber erhalten.
 
Wie angekündigt, schreibt Glarus hoch3 den Betrieb des Gemeinde-Rechenzentrums neu aus. Glarus hoch3 ist die Firma, die für die drei Glarner Gemeinden und die Werke die Informatik betreibt.
 
Bis zum 1. August 2017 soll der Gewinner der Ausschreibung das Rechenzentrum von Glarus hoch3 aufgebaut haben. Die Daten müssen dabei im Kanton Glarus bleiben, lautet ein Kriterium der Ausschreibung.
 
Die Ausschreibung für den Betrieb des Rechenzentrums ist erst der erste Schritt. Weitere Ausschreibungen, für die Hardware, die PC-Arbeitsplätze und insbesondere für die zentrale Gemeinde-Software werden folgen, so der Geschäftsführer von Glarus hoch3, Hans-Peter Legler.
 
Rechtsstreit und Finanzierungslücke
Hinter der Auschreibung auf Simap steht eine lange Geschichte. Nachdem alle Glarner Gemeinden zu drei Grossgemeinden fusioniert wurden, wurde die Informatik in der Firma Glarus hoch3 zusammengelegt. Die ausschreibungslose Beschaffung von Abacus / NEST als Gemeindelösung führte schon 2010 zu einem Rechtsstreit. 2015 tauchte dann eine grössere Finanzierungslücke auf und man kritisierte insbesondere die Doppelrolle des Geschäftsführers von Glarus hoch3, Christoph Marti. Denn er war gleichzeitig auch Geschäftsführer des IT-Providers Axcelerate.
 
2016 plante man dann, Glarus hoch3 mit der Kantonsinformatik zusammenzulegen, doch das Volk lehnte das neue Informatikgesetz in der Landsgemeinde am 1. Mai ab. Als Folge dessen, schreibt man nun den Auftrag für die Informatik der drei Glarner Gemeinden Schritt für Schritt neu aus. (hc)