Kanton Zug wird uralte Software endlich los

Nach jahrelangen Wirren führt der Kanton Zug endlich eine neue Lösung für die Einwohnerkontrolle ein.
 
Der Kanton Zug hat das neue System für die Einwohnerkontrolle aller Gemeinden erfolgreich eingeführt. Dies teilte der Kanton gestern in einer Mitteilung mit. Der Auftrag für die Einführung der Software wurde im März 2015 an OBT und NEST vergeben.
 
Für das Projekt waren 1,7 Millionen Franken budgetiert. Das Projekt wurde nun aber mit rund 200'000 Franken tieferen Kosten und erst noch ein halbes Jahr früher als geplant abgeschlossen.
 
Lange Vorgeschichte
"Warum nicht gleich so?", wird sich so mancher im Kanton Zug denken. Denn das Projekt zur Einführung neuer Software im Kanton Zug hat eine lange und skandalträchtige Vorgeschichte. 2013 musste der Kanton ein erstes Projekt zur Einführung einer neuen Software (von IBM) erfolglos abbrechen. Das Debakel kostete nicht nur mindestens 2,8 Millionen Franken, sondern führte auch zu einer Art "Informatik-Aufstand" im Kantonsparlament. Diesen Mai musste dann der ehemalige Leiter des Amts für Organisation und Informatik den Hut nehmen.
 
Das Zuger IT-Debakel wurde von einer Ad-Hoc-Kommission des Kantonsrats untersucht. Deren Bericht ist lehrreich. (hc)