Das sind die ICT-Spinoffs der ETH 2016

ETH Spinoffs 2016 nach Fachgebieten. Grafik: ETH Zürich
Im vergangenen Jahr entstanden 25 neue Firmen aus der ETH Zürich. Damit wurden bereits zum zehnten Mal in Folge mehr als 20 Spinoffs in einem Jahr an der ETH gegründet, eine einmalige Bilanz in der Schweizer Hochschullandschaft, wie die ETH mittelt. Mit acht neuen Firmen ist einmal mehr der Bereich Informatik- und Kommunikationstechnologie gut vertreten.
 
Astrivis wurde im März 2016 gegründet und hat eine Technologie für das dreidimensionale Scannen entwickelt. Statt spezialisierte Geräte zu benützen, können Nutzer schlicht ihr Smartphone, ausgestattet mit der passenden App, um das gewünschte Objekt bewegen. Die nötigen Berechnungen werden laut Informationen auf der Website direkt auf dem Handy durchgeführt. DeepCode will Software zuverlässiger machen und zwar basierend auf den Informationen von Millionen von verfügbaren Software-Programmen. Mit dem automatisierten Ansatz mache DeepCode Vorschläge, wie neue Software, unabhängig von der Programmiersprache, konstruiert und angepasst werden sollte, um möglichst zuverlässig und sicher zu laufen. Das ETH-Spinoff Diramics zählt die ETH in die Kategorie Electrical Electronics. Das Jungunternehmen stellt besonders rauscharme Verstärker für Spezialeinsätze her.
 
Exeon Analytics ist Entwickler von Big-Data-Security-Software, mit der Unternehmen Cyber-Attacken leichter und schneller erkennen können. Jede Kamera intelligent zu machen, hat sich Seer Vision zum Ziel gesetzt. Die Software des ETH-Spinoffs arbeitet mit Gimbal-Stabilisatoren zusammen, wodurch jede Action Kamera und jedes Smartphone zu einem Kameramann werde. Denn mittels eines Algorithmus bleibe das Zielobjekt stets im Fokus, unabhängig davon, ob sich die Kamera bewegt oder nicht.
 
SpinningBytes ist auf Machine Learning, Data Mining und Software Engineering spezialisiert und entwickelt Software, die automatisch relevante Informationen in grossen Datenmengen finden soll. Um das Anbieten von Aus- und Weiterbildungen im ICT-Bereich und das Entwickeln von Unterrichtskonzepten, Lernmaterialien und Softwarelösungen kümmert sich das im Sommer gegründete ETH-Spinoff teachIT. Ein weiteres ICT-Startup, das 2016 an der ETH entstanden ist, ist Veezoo. Beim Produkt handelt es sich um eine Plattform, auf der Daten analysiert und visualisiert werden können. Eigenen Angaben zufolge können diese in einem beliebigen Format sein. Anwender können anschliessend in natürlicher Sprache Fragen stellen, etwa eine Frage nach der Anzahl der Neukunden, und Vezoo beantwortet diese. (Katharina Jochum)