UBS kooperiert weiter mit Nearshorer Epam (Update)

Die Schweizer Grossbank UBS lagert weiterhin einen Teil ihrer Applikationsentwicklung an die international tätige Softwareschmiede Epam aus. Epam gab gestern Abend den Abschluss eines neuen, über mehrere Jahre laufenden strategischen Rahmenvertrages mit der UBS bekannt. Der Vertragswert belaufe sich auf über 300 Millionen Dollar. Wie viele Jahre der Vertrag genau gültig ist, verriet aber weder Epam noch auf unsere Anfrage hin die UBS-Pressestelle.
 
(Update 19.1.2017): Im Jahresbericht 2015 von Epam für das Geschäftsjahr 2015 findet man die Angabe, dass der Dienstleister 2014 97,6 Millionen Dollar und 2015 129,8 Millionen Dollar Umsatz mit UBS-Aufträgen gemacht hat. Gestützt darauf schätzen wir, dass der neue Vertrag für rund drei Jahre gilt.
 
Die UBS lässt seit mittlerweile neun Jahren Software von Epam entwickeln. Der Name des 1993 in Princeton in den USA gegründeten Unternehmens steht war für "Effective Programming in America", Epam hat aber schon früh begonnen, Entwicklungsstandorte im Ausland, insbesondere in Osteuropa, aufzubauen. 2004 fusionierte Epam mit einem ungarischen Unternehmen, der Europa-Hauptsitz befindet sich seither in Budapest. Mittlerweile wird der grösste Teil der Entwicklungsarbeit in Osteuropa durchgeführt.
 
Epam hat in den letzten Jahren ein sehr starkes Wachstum erlebt. Die Zahl der Mitarbeitenden betrug 2008, also ungefähr als die UBS ihre Zusammenarbeit begann, noch 4400. Mittlerweile sind es rund 22'000. Der Umsatz erreichte 2015 914 Millionen Dollar, 25 Prozent mehr als im Jahr zuvor. 2016 dürfte die Umsatzsteigerung angesichts der bisherigen Quartalszahlen in einem ähnlichen Rahmen liegen. Trotzdem dürfte die UBS weiterhin einer der wichtigsten Kunden von Epam sein. (hjm)