'Forbes' adelt Jungtalente aus der Schweiz

Bei den "30 unter 30" finden sich ETH-Forscher, Schweizer Drohnen-Bauer und Softwarehersteller. Die Mehrheit der Schweizer Talente ist weiblich.
 
Das US-Wirtschaftsmagazin 'Forbes' publiziert eine jährliche Liste von "Hoffnungsträgern". Jungunternehmer, Sportler oder Künstler, die vor ihrem 30. Geburtstag schon einiges erreicht haben. Seit vergangenem Jahr gibt es auch eine europäische Liste, in der in zehn Kategorien die "30 unter 30" aus Europa geadelt werden.
 
Unter diesen 300 Persönlichkeiten befindet sich die Schweizer Game-Designerin Philomena Schwab, die in der Kategorie "Technology" aufscheint. Die 27-Jährige steckt als Head of Game Design hinter dem Game "Niche". Ausserdem ist sie Mit-Gründerin von Artgear, einem Anbieter von Graphic-Design-Lösungen. Ebenfalls in dieser Kategorie wird Helena Wassermann gelistet. Sie ist CMO von Big Data for Humans, ein Unternehmen, das automatisiert Infos über Kunden liefern soll.
 
In der Kategorie "Retail & E-Commerce" schaffte es der Gründer des Schweizer Unternehmens Chronext.com, Phillip Man, in die Liste. Chronext ist ein Online-Marktplatz für den Kauf und Verkauf von Luxusuhren. Der 25-Jährige und hat das Unternehmen gemeinsam mit Ludwig Wurlitzer im Jahr 2013 gegründet.
 
Der 29-jährige Gründer von Depsys, Joel Jaton, taucht in der Kategorie "Industry" auf der Forbes-Liste auf. Depsys bietet mit GridEye eine Plattform, für die Optimierung und Echtzeitüberwachung von Stromnetzen. In der selben Kategorie werden die drei Mitgründer von Wingra gelistet, Maximilian Boosfeld, Basil Weibel und Elias Kleimann. Wingtra ist Hersteller einer Drohne, die ein Hybrid zwischen Multikopter und Flugzeug ist. Das Gerät soll im Tierschutz, der Landwirtschaft oder für Paketlieferungen eingesetzt werden können.
 
Einige ETH-Forscher auf der 'Forbes'-Liste
Der ETH-Doktorand Pascal Bérard gehört zu den "30 unter 30" in der Kategorie "Science & Healthcare". Er arbeitet bei Disney Research an einer Software, die den Augen von animierten Figuren menschenähnliche Qualitäten verpassen soll. In der selben Kategorie listet 'Forbes' den Postdoc-Fellow der Uni Zürich, Francesco Maria Galassi. Seine Forschung beschäftigt sich mit Paleopathography, also den Krankheiten von Julius Caesar oder Madame Tussaud. Der dritte Schweizer in dieser Kategorie ist Mario Jimenez, der an Projekten arbeitet, die das Impfen in verschiedenen Regionen kümmern.
 
In der Kategorie Gesundheit taucht auch der Gründer von CellSpring auf. Die 3D Bloom genannte Technologie von CellSpring ermöglicht das Testen von Medikamenten an lebenden Zellen ausserhalb des Körpers. Auch Judith Szulagy von der ETH Zürich wird für ihre Arbeit mit Supercomputern, um die Geburt von Planeten zu simulieren, von 'Forbes' in dieser Kategorie geadelt. Ein weiterer ETH-Forscher auf der Liste ist Wim Thiery, der sich mit extremen Wetterlagen und Klimaveränderungen beschäftigt. Die Mitgründerin von Opthorobotics, Franziska Ullrich, wird für ihre Entwicklung eines Injektions-Systems für Augenärzte von gelistet.
 
Auch in der Kategorie "Finance" steht ein Schweizer auf der Liste: Oliver Heimes ist General Parter bei VC Lakestar und für die globale Investment-Strategie verantwortlich. Die Gründer von GovFaces listet das Wirtschaftsbaltt in der Kategorie "Law & Politcs". Die Plattform GovFaces soll europaweit Bürger mit Politikern kommunizieren lassen. In der selben Kategorie listet das Magazin die in Genf wohnhafte Gaia van der Esch, die als Deputy Executive Director beim humanitären Think-Tank Impact Initiatives tätig ist. Die Mitgründerin von Seedstars aus Genf, Alisée de Tonnac, wird in der Kategorie "Social Entrepreneurs" genannt. (kjo)