Überraschung: Dynamics 365 gibt es auch hybrid

Microsoft lanciert die Online-Business-Software Dynamics 365. Überraschung: Die Kombination von Dynamics CRM und einer Online-Version von AX gibt es (teilweise) auch als lokale Installation.
 
"Digitalisierung", "disruptive", "Transformation", "Sharing Ecnomy". An Schlagworten fehlte es gestern im schicken Zürcher Club Aura nicht, wo Microsoft die neue Online-Version seiner Business-Software, Dynamics 365, lancierte.
 
Anstatt von Produkten zu schwärmen und das Blaue vom Himmel zu vesprechen, brachte Microsoft den Gdi-Chef David Bossart, den unvermeidlichen Uber-Chef Rasoul Jalali und zwei Kunden auf die Bühne. Und es war auffällig, wie viele unbekannte Gesichter man bei Microsoft Schweiz traf. Selbst das an Microsoft-Events so beliebte Wort "excited" hörten wir gestern nur einmal. Man hätte meinen können, Microsoft lanciere nicht ein völlig neues Produkt, sondern mache ein Art Entwicklungshilfe-Konferenz für die Schweizer Wirtschaft.
 
Es war dann gleich Frank Holland, weltweit für den Verkauf und das Partnerbusiness von Microsofts ERP-Geschäft verantwortlich, der das neue Dynamics 365 vorstellte. Das Interesse war gross, der Saal voll.
 
Dynamics 365 kann teilweise on-premise betrieben werden
Dynamics 365 ist eine Kombination von Dynamics CRM und einer Online-Version der ERP-Lösung AX (ehemals Axapta). Die Lösung gibt es ab sofort in einer für die Schweiz lokalisierten Version.
 
Wir wissen nicht, wie gut die Lokalisierung für Schweizer Verhältnissse ist und wie sehr die Funktionalitäten der kompletten Online-Business-Lösung Schweizer Bedürfnissen entspricht.
 
Falls Lokalisierung, Funktionen und Preise aber den Bedürfnissen des Schweizer Markts entsprechen, könnte die Cloud-Software für mittelgrosse Unternehmen für Bauchschmerzen bei der Konkurrenz sorgen. Denn Microsoft hat mit Dynamics 365 einige Argumente: Die Software ist tief in Office 365 integriert. So kann man die Business-Software innerhalb von des Outlook-Clients starten und umkehrt aus Dynamics 365 jederzeit Office-Funktionen starten. Werkzeuge für Analyse und Visualisierung sind integriert. Doch das beste: Man kann Schritt für Schritt einzelne Module einführen – auch nur für einzelne Teams.
Nicht nur das: Man kann bestimmte Module von Dynamics 365 auch lokal betreiben, andere aus der Microsoft-Cloud beziehen. (hc)
 
Lesen Sie dazu unser Exklusiv-Interview mit Dynamics-Chef Frank Holland und am am Freitag die Hintergrund-Artikel von ERP-Spezialist Jürgen Frisch zum Launch von Dynamics 365.